Das Jahr ist bereits schon wieder zwei Wochen alt. Zwei Wochen, in denen man vielleicht damit begonnen hat seine Vorsätze für dieses Jahr in die Tat umzusetzen. Aber mal ehrlich, für viele von uns ist die Phase der Umsetzung der guten Vorsätze auch schon wieder vorbei.

Versuch gescheitert, Selbstvertrauen angeknackst und vielleicht ist sogar ein gewisses Misstrauen gegenüber der eigenen Willensstärke entstanden. Das muss aber nicht sein. Wie dir die SMART-Formel dabei helfen kann deine Vorsätze erfolgreich umzusetzen, möchte ich dir im heutigen Blog-Beitrag näherbringen.

Vielleicht kennst du die SMART-Formel bereits, hast aber vergessen wie sie angewendet werden kann oder sie ist bereits aus deinem Fokus gerückt. Vielleicht hörst du den Begriff auch zum ersten Mal. Ganz egal welche Vorkenntnisse du hast, nachfolgend erkläre ich dir, was es mit dieser Formel auf sich hat und wie sie dir dabei helfen kann deine Ziele erfolgreich zu erreichen.

 

Was bedeutet das Wort SMART in der Formel?

S steht für das englische Wort Specific und bedeutet im Deutschen konkret definiert

M steht für das englische Wort Measurable und bedeutet im Deutschen messbar

A steht für das englische Wort Achievable und bedeutet im Deutschen attraktiv

R steht für das englische Wort Realtistic und bedeutet im Deutschen realistisch

T steht für das englische Wort Time-based und bedeutet im Deutschen terminiert

 

Vielleicht kannst du nun bereits an dieser Stelle die Vorgehensweise der SMART-Formel erahnen oder dir wird nun klar warum du einen deiner vergangenen Vorsätze nicht erreichst hast.

Vorgehen

Also wie gehen wir mit dieser Formel vor?Am einfachsten kann ich es an einem Beispiel erklären.Ich wähle z.B. das Ziel dieses Jahr „mehr Sport zu treiben“.  Das ist übrigens einer der beliebtesten Vorsätze fürs neue Jahr. Deswegen sind die Fitnessstudios im Januar auch so voll, aber im März bereits schon wieder sehr übersichtlich.

Um das Ziel nun in die Tat umsetzen zu können, werde ich im ersten Schritt den Vorsatz konkret definieren, gleichzeitig messbar machen und auch terminieren. Mit dem Vorsatz mehr Sport treiben allein kann ich aber erstmal nicht viel anfangen. Aus dieser Aussage kann ich weder ableiten welche Sportart es sein soll, wie oft ich diese ausführen möchte und wieviel dieses MEHR eigentlich bedeutet.

 

Fragen, die uns unserem Ziel näherbringen

Mit folgenden Fragen können wir den Vorsatz konkret definieren, terminieren und messbar machen:

Welcher Sport soll es sein? Nun frage ich mich, ob ich mehrere Sportarten oder nur eine ausüben möchte. Wie oft und wieviel umfasst diese MEHR Sport treiben für mich? Wo möchte ich diese Sportart ausüben?

Angenommen ich möchte joggen. Jetzt lege ich fest wie oft und wie lange ich joggen gehen will: z.B. Montag, Mittwoch und Freitag für jeweils 45 Minuten Joggen im Park XY. Nun habe ich meinen Vorsatz konkretisiert, terminiert und gleichzeitig messbar gemacht. So kann ich genau nachprüfen, ob ich meinen Vorsatz erreicht habe.

Im nachfolgenden Schritt überprüfe ich, ob mein Vorsatz überhaupt realistisch ist. Schaffe ich es zeitlich und konditionsmäßig den ausgewählten Vorsatz umzusetzen? Wenn nicht, ist mein Ziel schon zum Scheitern verurteilt. An dieser Stelle sollte man die Bedingungen so lange verändern, bis eine realistische Chance besteht, das Vorgenommene, wie geplant umzusetzen.

In diesem Schritt lege ich mir mögliche Handlungsalternativen zurecht, damit ich nicht die nächstbeste Ausrede finde, um mein Vorhaben über Bord zu werfen. Wir alle kennen doch diesen inneren Schweinehund. Ganze Bücher wurden über diesen mysteriösen Begleiter der neuen Vorsätze geschrieben.

 

Was ist mit Handlungsalternativen gemeint?

Handlungsalternativen sind Überlegungen, die in Frage kommen, wenn die Ausgangsbedingungen sich ändern, z.B. was mache ich, wenn das Wetter schlecht ist? Habe ich eine Alternative zum Ort und der Zeit? Bin ich zeitlich flexibel, wenn ein anderer dringender/wichtiger Termin dazwischenkommt (z.B. Geburtstag etc.)?

Wenn ich alles bedacht und am besten schriftlich fixiert habe, frage ich mich ganz ehrlich und ungeschönt was diesen Vorsatz so attraktiv für mich macht oder ob dieser Vorsatz überhaupt attraktiv genug für mich ist oder ob es vielleicht nur ein übernommener Vorsatz ist. Damit ist gemeint, dass z.B. mein Arzt mir nahegelegt hat, dass ich mehr Sport treiben soll.

Bei der Frage nach der Attraktivität bringe ich mich in den Zustand positiver Emotionen, indem ich z.B. ein Bild in Sichtweite aufhänge, auf dem ich bereits trainiert bin (z.B. aus früheren Zeiten, alternativ suche ich mir ein Vorbild, welches mich inspiriert). Bilder haben eine unglaubliche Macht auf uns, da unser Gehirn in Bildern denkt. Nun lade ich meinen Vorsatz mit schönen Bildern und Wohlgefühlen auf, so ist die Chance um einiges größer meinen Vorsatz auch zu erreichen. Denn mal ehrlich, nur was sich gut anfühlt wollen wir doch auch.

Motivation und Teilzie

Findest du bei deinen Überlegungen keine Punkte, die deinen Vorsatz für dich attraktiv machen, dann fehlt dir ganz klar die Motivation auf Dauer am Ball zu bleiben und dein Ziel bis zum Schluss zu verfolgen. Unser Gehirn macht bei jeder Veränderung eine Kosten-Nutzen Rechnung. Geht diese nicht auf, dass heißt ist diese für dich nicht attraktiv genug, wird es schwer dein Ziel zu erreichen. Das ist einer der häufigsten Gründe warum die Umsetzung der Ziele scheitern und die Fitnessstudios im März im Gegensatz zum Januar gähnende Leere verzeichnen. Den meisten geht eben die Puste aus, weil sie ihr WARUM nicht definiert haben.

Ganz wichtig zum Schluss: Steck dir Teilziele, die du bei Erreichung sofort belohnst, denn so funktioniert unser Gehirn.  Wir ziehen die kurzfristigen Belohnungen, den langfristigen Belohnungen vor. Deswegen schafft es die Schokolade oder die Zigarette immer wieder sich einen Weg in unser Leben zu erschleichen. Unser Gehirn wird damit sofort belohnt und muss nicht warten bis wir irgendwann Ergebnisse unseres Verzichts sehen. Deshalb nicht nur das Everest- Ziel setzen, sondern kleine Etappenziele und diese dann gebührend feiern.

Viel Spaß bei der Umsetzung

Deine Jasmin.

Wenn du dir Unterstützung bei deiner Zielsuche und der erfolgreichen Zielerreichung suchst, unterstütze ich dich gerne als Coachin. Wir machen aus deinen Wünschen und Träumen realisierbare Ziele für ein glückliches und zufriedenes Leben.

Bei Interesse kontaktiere mich unter info@harz-happiness.de oder Tel: 0176- 60506783

 

 

Minimalismus -Weniger ist mehr

Statt tausende von Geschenken zu kaufen, könnten wir ein persönliches Geschenk pro zu beschenkende Person besorgen oder sogar selbst etwas basteln, backen etc. Die Wertschätzung für das Geschenk steigt (hoffentlich ;-)) und das Persönliche an dem Geschenk berührt eher unser Herz als etwas unpersönlich Kommerzielles.

Ideen für persönliche Geschenke

Hier kommen ein paar Ideen für persönliche Geschenke. Ein schönes Foto mit tollem Rahmen, sonstige Fotogeschenke, ein paar selbstgebackene Kekse oder Pralinen, handgemachte Seifen, Zeit zum Verschenken, z.B. in Form von Unterstützung (z.B. beim Einkaufen, Putzen, etc.), die Lieblingszeitung im Abo für das kommende Jahr oder ein gemeinsames Erlebnis.

Essen kochen leicht gemacht

Statt alles selbst zu kochen, könnte man seine Gäste bitten eine Kleinigkeit zum Essen mitzubringen, so hat man eine vielfältige Auswahl und weniger Arbeit. Die anstrengende Vorbereitung weicht der Vorfreude auf die Vielfalt.

Ungeliebte Geschenke tauschen oder verkaufen

Statt wegen eines ungeliebten Geschenks, welches wir erhalten haben, gefrustet zu sein und dadurch vielleicht sogar noch einen Streit auszulösen, könnten wir eher diskret schweigen und es z.B. bei Ebay oder auf anderen speziell dafür ausgerichteten Plattformen / Tauschbörsen verkaufen/tauschen.

Weihnachts-Hopping vermeiden

Das was die meisten von uns stresst ist doch das Weihnachts-Hopping zwischen den Verwandten/ Freunden etc.  Jedenfalls ist es das, was ich häufig höre. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit auch das einzugrenzen und ein Treffen weniger zu arrangieren, dafür aber die gemeinsame Zeit intensiver zu genießen und wirklich mal im Moment sein, anstatt schon in Gedanken beim nächsten Besuch zu verweilen. Ich glaube die meisten werden das verstehen, wenn man es offen und ehrlich sagt, dass es einem einfach zu viel wird, wenn man alle besuchen will. Als Vorschlag könnte man die anstehenden Besuche jährlich wechseln.

Mal durchatmen

Zwischendurch empfehle ich einfach mal durchzuatmen und sich vielleicht mal ein schönes Märchen anzuschauen oder einen Podcast anzuhören, ein Bad zu nehmen, ein Buch zu lesen und alles ein wenig langsamer zu gestalten.

 

Ich wünsche dir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Deine Jasmin

“Es ist immer die Sicht der Dinge, nicht die Dinge an sich” ….

Kennst du diesen Satz?  Irgendwie ist da schon was dran, wenn auch manchmal leichter gesagt als getan. Der Winter kann es in sich haben. Die Kälte und das fehlende Sonnenlicht können einem durchaus aufs Gemüt schlagen, wenn wir nun aber anfangen die Sicht auf diese Jahreszeit zu verändern und uns die Vorteile bewusst machen, kann aus der gefürchteten “dunklen” Jahreszeit, eine Zeit der (Vor-)Freude werden.

Die Natur als Vorbild

Die Natur macht es uns vor. Jede Jahreszeit hat seine eigene Bedeutung und Qualität. Der Winter ist die Zeit der inneren Einkehr, des Rückzugs, hier bekommt weniger ist mehr nochmal eine besondere Bedeutung. Es geht darum Kräfte zu sammeln und zu sparen. Also den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und mal tief durchzuatmen. Sich z.B. einen leckeren, warmen Tee zu zaubern und diesen mit besonderer Aufmerksamkeit zu genießen, ohne schlechtes Gewissen und ohne Zeitdruck (Kräfte sammeln). Sich die notwendige Ruhe zu gönnen, um gestärkt in den Frühling zu starten.

Erfolge feiern und Winterflow

Sich einfach mal Zeit zu nehmen, um zu reflektieren was war gut, was hat mir dieses Jahr geholfen, was hat mich weitergebracht und was war eher hinderlich und hat mich Kraft gekostet. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt dich und deine Erfolge gebührend zu feiern. Ob und wie du das machst, bleibt natürlich dir überlassen.

Jetzt ist die beste Jahreszeit, um alles das zu machen, was vorher zu kurz gekommen ist und damit meine ich, Dinge, die dir Freude bereiten und dich bestenfalls in einen Flow- Zustand bringen, z.B. malen, basteln, backen, kochen, Musik machen, Musik hören, lesen, puzzeln oder auch etwas ganz anderes.

Falls du nicht weißt, was das für dich sein könnte, überlege mal was du in deiner Kindheit gerne gemacht hast und probiere einfach mal aus, ob das heute auch noch etwas für dich ist. Falls nicht dann begib dich auf eine Reise des Ausprobierens. Was wolltest du schon immer mal tun? Anregungen findest du z.B. in den Angeboten der Volkshochschulen.

Genussvolle Momente

Schaffe dir genussvolle Momente. Mach es dir gemütlich und genieße die Zeit der inneren Einkehr. Jetzt gilt es Kräfte zu sammeln und seine Akkus wieder aufzuladen, so wie die Natur uns das vormacht.

Anregungen für genussvolle Momente:

Tauche mit allen Sinnen in den Moment ein. Z.B. bei:

Ich wünsche dir eine wundervolle und achtsame Winterzeit mit vielen genussvollen Momenten und der nötigen Ruhe, um wieder aufzutanken. Viel Freude dabei.

Deine Jasmin

Stress ist eine der Hauptursachen für die Entstehung einer Vielzahl von Krankheiten. Stress ist allerdings nicht generell negativ zu bewerten, sondern in einem ausgewogenen Verhältnis ist Stress sogar die Voraussetzung, um ins Tun zu kommen. Es kommt also, wie bei so vielem im Leben, auf die Balance an, dass heißt in diesem Fall weder dauerhaft überfordert noch unterfordert zu sein. Kurzfristig Überstunden zu leisten ist in der Regel okay für uns und unseren Körper, wird dies aber zu einem Dauerzustand, bricht über kurz oder lang unser System zusammen.

Die Symptome können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Neigt der eine eher zu Kopfschmerzen, macht sich beim anderen der Rücken oder Magen bemerkbar. Je länger die stressige Situation andauert und je weniger Ressourcen zur Stressbewältigung zur Verfügung stehen, umso heftiger wird unser Körper reagieren. So lange bis wir die Signale nicht mehr ausblenden können. So kann aus einer leichten Magenverstimmung eine chronische Magenerkrankung oder aus den anfänglichen kurzzeitigen Rückenschmerzen nun ein Dauerschmerz werden.

Wichtig sind die Signale seines Körpers ernst zu nehmen und dann entsprechend zu handeln. Mit den nachfolgenden 7 Schritten kann ein erfolgreiches Stressmanagement gelingen.

1.) Belastende Situation wahrnehmen und akzeptieren

2.) Distanz zur belastenden Situation finden

3.) Diagnose- Ursachenforschung

4.) Dranbleiben an den Stressauslösern

5.) Lösungsorientiert planen

6.) Veränderung durchführen, dabei kleine Schritte planen und sich Etappenziele setzen

7.) Durchhalten und nützliche Gewohnheiten zu lieben Ritualen werden lassen

 

Manchmal ist es dafür notwendig sich Unterstützung von außen zu holen, das kann z.B. ein/e Coach:in oder ein/e Therapeut:in sein. Der erste Schritt kann aber auch der Gang zum/r Hausarzt/Hausärztin sein, der oder die dann weitere Schritte empfiehlt.

 

Als Gesundheitscoachin und Coachin für Persönlichkeitsentwicklung begleite ich dich gerne auf deinem Weg. Bei Interesse schreibe mir gerne eine E-Mail an info@harz-happiness.de. Telefonisch erreichst du mich unter 0176- 60 50 67 83.

 

Wer ist “GIPFELKIND” ?

Mein Name ist Christoph Dangel, 38 Jahre jung, Vater von 2 Kindern. Hauptberuflich als Gesundheits- und Krankenpfleger im Herzkatheterlabor beschäftigt, wenn ich zu viel Zeit übrig habe noch nebenbei Rettungsassistent, naja und dann Fotograf im Nebengewerbe bei meinem eigenen Kleinunternehmen GiPFELKiND Fotografie. Im Rahmen meiner Arbeit durfte ich die liebe Jasmin von Harz Happiness kennenlernen und bei kurzen, aber merklich tiefgehenden Gesprächen begannen wir den Kontakt herzustellen. So bin ich nichts ahnend hier gelandet. Wie auch vor einigen Jahren hier familiär in Braunschweig und Umgebung. Gebürtig stamme ich aus dem schönen Garmisch-Partenkirchen, das liegt im traumhaften Oberbayern genauer gesagt im Werdenfelser Land. Von hier trennen mich also gute 740km in den Süden. Aufgewachsen am Fuße der Zugspitze, durfte ich bereits in meinen Kinderschuhen die Alpen erleben und erspüren.

Prägung

Meine Eltern waren aktiv und immer mit uns draußen unterwegs gewesen. So erhält man schon früh eine Prägung, die ihresgleichen sucht. Jetzt bin ich mittlerweile seit einigen Jahren Familienvater zweier Kinder, lebe nun hier in Braunschweig – seit fast 4 langen Jahren. Meine bessere Hälfte ist aus Braunschweig und daher wird es mich sehr sicher die nächsten 12 Jahre noch hier binden. Seit meinem Umzug nach Braunschweig ist es so, dass ich zumindest 1x im Quartal (oder auch 1x im Monat) versuche in die geliebten Heimatberge zu fahren, um dort Stille, Entschleunigung und Ruhe sowie tiefen Frieden zu finden. Für die zu fahrende Strecke hin und zurück von 1400km ist das Wochenende Freitag nach dem Feierabend doch sehr kurz, aber ohne geht es gar nicht.

Neben meiner Arbeit im Klinikum, die teils viel abverlangt, sind meine Ausflüge in die Berge mein Ruhepol geworden. Sie sind aber mehr als nur das. Ein Ort des mich selbst Findens, ein Ort des mich selbst Spürens. Ein Ort der Kreativität und der Inspiration. Seit 2013 fotografiere ich, alles im Selbststudium erlesen und erlernt. Angefangen von kleinen Aufträgen von Portraits und Hochzeiten bis hin zu einer Kooperation mit 2 anderen Fotografen unter dem Label Seinschein® produzierten wir über mehrere Jahre hinweg Kalender im Bereich der Lost Places, der verlassenen Orte.

Die Wende

Alles im Leben wendet sich und dies war bei uns allen fast die zeitgleichen familiären Dinge, die da heißen Familie. 😉 Und so lösten wir uns 2016 auf. Mit den regelmäßigen Bergtouren merkte ich plötzlich, dass es so unglaublich befreiend ist ohne Druck an seinen Fotografien zu arbeiten,die beim Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergängen in den Alpen entstehen. Keine aufgeregten Kunden des Hochzeits-Shootings, die noch mehr Bilder haben wollen, oder das leidliche Fotografen-Thema “die Preise für Auftragsarbeiten wären zu teuer”….. Und genau an diesem Punkt entstand GiPFELKiND Fotografie. Geboren aus meiner Leidenschaft und der Liebe zu den Bergen. Angetrieben von der Stille und meiner eigenen Auseinandersetzung mit mir und meinem Leben am Gipfel stehend.

 

Idee “Neues wagen”

Alles beginnt mit einer Idee zuhause etwas Neues wagen. Da gibt es dieses eine Ziel, diesen einen Berg, der meine Neugier weckt. Manchmal ist es auch nur das drängende Gefühl den Fels unter meinen Fingern zu spüren – beim Klettersteigen. Das in dem Moment Eins sein mit der Natur, deinem Geist und deiner Person. Gerade beim Klettersteigen ist es so deutlich, du betrittst die erste Stufe im Steig, spürst mit deinen Händen den Fels – du gehst in ein anderes Programm, während du dich selbst forderst und immer höher kletterst. Alles was hier so unglaublich wichtig und groß erscheint – wird mit den Worten von Reinhard Mey “nichtig und klein”. Genauso oder ähnlich ist es, wenn ich anfange eine Tour zu planen. Jedes Kleidungsstück wird sorgfältig und überlegt eingepackt, der Rucksack schon in Bereiche aufgeteilt. Welche Kameraausrüstung muss mit? Mit welchen Eventualitäten muss ich rechnen? Wie wird das Wetter, wie könnte es werden? Wie bin ich vorbereitet, sollte eine unerwartete Situation eintreten, die mich zum Umkehren zwingt, und was ist, wenn es kein Umkehren möglich ist?

All das waren bereits Lektionen, die mich am Berg begleitet haben. Also packe ich meinen Rucksack erneut ein, schmeiße meine Sachen ins Auto und mache mich auf den Weg in Richtung Heimat. Mein Ziel ist, wie schon so oft, mein Lieblingsgipfel. Er liegt in einem kleinen Gebirgszug im Bayrischen Voralpenland, glücklicherweise noch nicht so überlaufen wie manch andere Hütten mit ihren Gipfeln.
1-2 kleine Stopps während der 7-8-stündigen Fahrzeit, bis ich in meiner kleinen Unterkunft ankomme und noch eine kleine Mütze Schlaf abbekomme, bevor es am nächsten Tag losgeht.

 

Der Weg zum Gipfel

Um 7.oo Uhr klingelt mein Wecker, ich springe aus dem Bett, mache mich fertig und gehe zum Frühstück. Spätestens um 8.00 Uhr möchte ich auf dem Weg sein meinen geliebten GiPFEL zu erklimmen. Pünktlich um 8.00 Uhr sitze ich im Auto und fahre die letzten 8 km zum Parkplatz. Die Vorfreude steigt, aber innerlich bin ich auch ein bisschen aufgeregt. Habe ich auch wirklich alles eingepackt, sind meine Akkus geladen, fehlt irgendetwas?

Alles ist dabei. Mein Gipfel ist ab jetzt ungefähr 1400 Höhenmeter entfernt und ich muss eine Wegstrecke von 11 km zurücklegen. Mehrfach bin ich diesen Weg schon gegangen. Es ist der härteste und anstrengendste Aufstieg, aber genau das und die Tatsache der schönen Natur machen ihn heute wieder zu einem besonderen Aufstieg. Einfach und leicht kann ja jeder. Also schlängele ich mich die nächsten 2 1/2h vorbei an tosenden Wasserfällen, tiefen Schluchten und einzigartigen Aussichtspunkten hinauf zum Wasserfall. Bei einer kleinen Holzhütte mache ich eine kleine Pause, stärke mich und folge dem nun schmaler werdenden Trampelpfad hinauf über Serpentinen zum Gipfelkreuz.

Vorbei an saftig grünen Farnen, begleitet von summenden Bienen und dem Geruch von frischen Pilzen, ist dieser Wegabschnitt schon ein Fest der Sinne und lässt die bisherigen Strapazen schnell vergessen. Angekommen am Grat tauchen wir ein in ein Bett aus Latschenkiefern, die heiße Luft staut sich in Ihnen. Rechts und links blicke ich in die Tiefe – mein Ziel noch lange nicht in Sicht. Ich folge dem Grat auf einsamem Weg etwas hinunter, bevor es in großem Bogen hinter dem Folgegipfel entlang geht, etwas ausgesetzt, aber kein bisschen langweilig. Hier sind etwas Konzentration und Trittsicherheit gefragt. Nach weiteren 2 h Gehzeit stehen wir auf einem kleinen Sattel, der zwei Gipfel miteinander verbindet.

 

Die Hütte und das innere Glück

Zum ersten Mal sehe ich die Hütte in weiter Ferne. Ab hier kann ich Gämse und Steinböcke sehen, wie sie verspielt über die Hänge springen, anmutend und grazil. Die Hütte scheint ab hier zum Greifen nah und dennoch gehen die letzten Meter schleppend. Nach einer dreiviertel Stunde bin ich dann auf der Terrasse der Hütte angelangt. Der Hüttenwirt begrüßt mich und zeigt mir meinen Schlafplatz. Ab jetzt bin ich im Zustand völliger innerer Zufriedenheit, innerer Klarheit und beflügelt von Glück! Ich bin meinem inneren Glück und meiner Zufriedenheit ein Stückchen näher. So nah, dass ich es fast spüren kann.

Foto: Panorama Krottenkopf

Den Moment möchte ich nicht mehr loslassen, weil ich weiß, dass ich diese Gefühle an meinem aktuellen Wohnort nicht spüre. Gewollt oder ungewollt. Ich schleppe meinen großen Rucksack in den 1. Stock der Hütte, packe meinen Schlafsack und meine benötigten neuen Klamotten aus, gehe mich waschen und schlüpfe in die warmen neuen Sachen. Erledigt, friedlich und entspannt gehe ich hinunter in die Stube und setze mich neben den Kamin, der wohlige Wärme spendet. Noch habe ich die Atmosphäre für mich allein, darf vollständig eins werden mit dem rustikalen, spartanischen und mit wenig Luxus bestückten Moment. Einfachheit und Dankbarkeit sind der Schlüssel, um in solchen Momenten Kraft und Freude zu ziehen. Ich brauche hier kein Smartphone. Ich lausche dem Knistern des Holzes im Kamin, höre das erfrischende Lachen, während der Wirt mit den jungen Damen das Essen zubereitet. Draußen tobt der Wind. Noch ist es schön und die Aussicht auf einen traumhaften Sonnenuntergang am Gipfel gegenüber sind gegeben.

 

Zeitsprung

Zeitsprung – gleicher Gipfel, selbe Hütte, andere Jahreszeit. Keine Begleitung, alleine unterwegs. Es ist Februar 2017 – ich bin völlig ausgelaugt, am Ende meiner Kräfte. Es ist ca. 15.00 Uhr. In weniger als 2h wird es dunkel sein. Schnell die letzten Sonnenstrahlen genießen und nutzen, bevor die lange Winternacht anbricht. Der schwere 75l Rucksack platzt aus allen Nähten und liegt im Zelt, die Schneeschuhe, die einen Anstieg von 700hm und eine Strecke von 6km hinter sich haben, stecken im 3m tiefen Schnee neben dem Zelteingang. Auf dem Gaskocher die Trockennahrung, die ich mit geschmolzenem Schnee zubereite. Jede Faser in meinem Körper sehnt sich danach Energie und Wärme zu bekommen. Eigentlich ist mir ja gar nicht kalt. Mehrere Lagen Bekleidung – mir geht es gut. Hier oben – völlige Stille. Der Wind rauscht leise und erzählt mir Geschichten von anderen Bergsteigern hier oben. Auf dem langen Weg habe ich niemanden getroffen. Stille – der Schnee scheint jedes Geräusch zu schlucken. Der warme Tee, der gerade fertig wird, wärmt die Hände.

Im Zustand völligen Glücks tut mir jeder warme Schluck des Tees gut. Die Mahlzeit trägt den Rest dazu bei. Gestärkt schnappe ich mir meine Kamera, suche mir meinen Spot aus, der in meinen Gedanken schon bereits vor der Tour ein Bild gezeichnet hat. Also platziere ich alles und warte gespannt auf den Sonnenuntergang. Blende passt. Verschlusszeit passt. Stativ ausgerichtet, Filtersystem steckt, Funkauslöser passt. Aufnahmeformat RAW – alles erledigt. Kurz bevor die Sonne die oberen Bergspitzen erreicht und die Schatten länger werden, schiesse ich die ersten Aufnahmen. Grandios – vom Motiv über den Blendenstern bis zum vollstöndigen Bild. Die Ergebnisse überwältigen mich total, der beschwerliche, zehrende Aufstieg liegt hinter mir, und nun bekomme ich diese Aufnahmen als Belohnung. Neben den Aufnahmen versuche ich alle Emotionen, Eindrücke und Gefühle in mein Herz zu schreiben, um auch im hohen Norden “zuhause” davon zehren zu können, bis es wieder heisst warten auf die nächste Tour. Mittlerweile ist die Sonne untergegangen, im Licht meiner Stirnlampe packe ich meinen ganzen Fotokram ein, ziehe die Stiefel aus und schlüpfe ins Zelt. Unter die aufblasbare Isomatte kommen nun noch 1 Rettungsdecke, sowie eine zwischen Isomatte und Schlafsack. 2 weitere sind in Griffbereitschaft, sollte heute Nacht hier etwas Unvorhergesehenes geschehen.

 

Der Sinn des Lebens

Ausziehen bis auf die Funktionsunterwäsche und ab in den Daunenschlafsack. Mütze auf, Halstuch vor Nase und Mund, extra Daunenschuhe für den Schlafsack. Die feuchten Sachen kommen mit in den Schlafsack heute Nacht, sie werden durch die Wärme, die mein Körper produziert, trocknen. Schlafsack zu, Licht aus. Stille. Totenstille. Stockfinster. Es ist nun 18.00 Uhr. Durch das Fenster im Zelt kann ich am Horizont noch einen hauchdünnen roten Faden sehen, das letzte Licht des Tages. Wie lange liege ich hier nun schon? Ein Blick auf die Uhr verrät mir, es ist nun 20.00 Uhr. Bis zum Sonnenaufgang sind es noch sehr viele Stunden. In diesem Zustand völliger Entschleunigung beginne ich, über den Sinn des Lebens, mein Dasein auf der Erde und über meine Zukunft nachzudenken. Nichts lenkt mich von diesen wichtigen Dingen ab. Krass wie tief man beginnt in sich hineinzuhören. Alltagsdinge wie Termine, Rechnungen, Pläne sind wie weggeblasen. Das Hier und Jetzt prägt deine Gedanken. Inmitten dieser Szene fühle ich mich unglaublich dankbar, Teil in dieser Natur zu sein. Merke wie klein und zerbrechlich wir doch sind. Ich nehme wahr, dass allein die Planung nicht mehr über Glück oder Niederlage entscheidet. Alles hängt auch vom Schicksal ab. Und von einer Reihe von Entscheidungen, die ich treffe, wenn meine Pläne durchkreuzt werden. Vor lauter Müdigkeit schlafe ich ein. Und wieder einmal einzigartige Aufnahmen als Andenken in meiner Canon EOS 6D.

 

Foto: Winterbiwak auf 2089m Höhe im Februar

Flowerlebnis “Klettern”

So oder so ähnlich sind meine Touren von Unterschiedlichkeit geprägt. Von Alleingängen, die gute Planung voraussetzen, bis hin zu Bergtouren mit Freunden, um ihnen die Leidenschaft und die Wildnis der Alpen näherzubringen. Neben den Bergtouren, die meistens eine Hütte zum Ziel haben, finde ich seit vielen Jahren auch Freude am Klettersteigen. Das Klettern gesichert mit Klettergurt an einem fixen Drahtseil. Den Fels bei jedem Zug unter den Füßen und den Händen zu spüren. Eins werden mit der Materie Berg. Es dauert nicht lange bis ich in einer solchen Klettersteigtour in meinem eigenen Flow bin – alles andere ist dann unwichtig, nichtig und klein. Es zählt nur das Hinaufkommen, das Erklimmen der nächsten Einheit. Der Gipfel. Neben dem Klettersteigen ist auch das Seilklettern eine Leidenschaft – die ich jedoch in den Alpen aktuell “noch” nicht ausführe – auch der Kinder wegen. Das Risiko und die fehlende Erfahrung lässt mich einfach davon Abstand nehmen – solange die Kinder noch klein sind. Aber definitiv eine Überlegung wert in einigen Jahren. So lange begnüge ich mich mit Kunstwänden in den Kletterhallen, wenn die Zeit dafür gegeben ist.

 

Vom Berg zum Kalender

Vom Berg geht’s nun an den Computer. Das ist immer ein spannender Moment – Bilder von den Touren sichten, prüfen und zusammenrechnen zu einem Panorama. Ansicht in 100%. Stimmt der Eindruck – im Detail meiner Bilder. Stimmt die Message, die ich in meinem Bild transportieren möchte?! Ja das tut es – in den meisten Fällen. Ein Design muss her. Glücklicherweise steht es seit Jahren, nur wenige kleine Unterschiede sind bemerkbar. Alles in Eigenleistung. Kalendarium anpassen, abstimmen farblich an die Szene des Bildes. Welcher Monat bekommt welches Bild. Welcher Spruch ist Bestandteil einer jeden Seite. Jedes Jahr aufs Neue investiere ich Stunden, Tage und Wochen, sogar Monate bis der Kalender so ist – dass mein wildes Herz ein ruhiges JA dazu findet. Erst dann beginne ich einen Probedruck zu starten. Vergleiche die Farben am Monitor mit den Farben auf dem Ausdruck. Wenn alles passt und stimmig ist – geht das fertige Produkt in die finale Produktion. Jedes Jahr aufs Neue ein spannendes Unterfangen.

 

Leben von der Leidenschaft

Leben von meiner Leidenschaft dem Fotografieren? Diese Frage wird mir oft gestellt – und oft habe ich darüber bereits nachgedacht. Ich für mich habe ein klares NEIN gefunden. Um als Fotograf zu überleben braucht es zum einen Aufträge und viele Bereiche, die man abdeckt. Dann werden die Berge nicht mehr mein Ruhepol, dann müssen Aufträge mit Portraits, Hochzeiten etc wieder her. Und der Reiz den ich empfinde, wenn ich in der Magie der Berge bin, geht verloren im Stress der Aufträge.

 

GIPFELKIND

Foto: Völlige Ruhe und Entspannung am Bergsee, Einsamkeit genießen

So bleibe ich bei GiPFELKiND Fotografie. So bleibe ich bei Euch – als GiPFELKiND. Berge im Kopf und Berge im Herz. So soll es sein. Frieden und Ruhe geben sich am Berg die Hand. Erfolg und Misserfolg stehen sich am Berg gegenüber. Herzstolpern vor lauter Freude, steht einem angestrengten Herz im Aufstieg gegenüber. Wärme im Sommer und eisige Kälte im Winter. Erfahrung und Intuition – Liebe und Leben. Leben für eine Leidenschaft, leben für ein Gefühl, dass ich in mein Herz schreibe. Für Zeiten, in denen das Leben nicht so spielt, wie ich es mir erhoffe. Unsere Welt ist geprägt von Hektik, Eile, Stress und Leistungsdruck. Am Berg hat all dies kein Gewicht. Am Berg gibt es nur mich, mein Leben, meine Emotionen und Empfindungen.

Eines noch zum Schluss: Hebt den Kopf von den Smartphones und geht hinaus aus den Smarthomes. Hinein ins Abenteuer des Lebens, ins Abenteuer der Berge und in ein Abenteuer zu Dir selbst! Auf dass der Kalender 2023 für jeden hier eine Inspiration wird – all die Gedanken und Emotionen nachzuempfinden und sich und seinem Herz beim Anblick der Bilder ein Stückchen näher zu kommen.

Eine gesegnete Adventszeit wünsche ich Ihnen und Euch. Ihr GiPFELKiND Christoph Dangel

Wenn Du Interesse an einem Kalender von GIPFELKIND hast, dann kannst du diesen unter nachfolgender Adresse beziehen: www.gipfelkind.net

Kontakt: GiPFELKiND Fotografie, Christoph R. Dangel

(Unbezahlte Werbung)

Von der Industrie ins Handwerk – Warum mir gelebte Werte wichtiger sind als Karriere

 

Hallo liebe Claudia,

wir haben uns an einem meiner Waldbaden Wochenenden kennengelernt und sind ins Gespräch gekommen. Unter anderem ging es um deine berufliche Situation, in der du zum damaligen Zeitpunkt unglücklich warst und etwas verändern wolltest. Fast drei Jahre später haben wir uns bei einem Vortrag wiedergesehen und du hast tatsächlich etwas verändert. Du hast mir erzählt, dass du deinen Job gekündigt hast und nun in ein Projekt einer Bio Bäckerei eingestiegen bist, welches zu einem Projekt ÖKO- Modellregion gehört. Die Bio Bäckerei hat am 01.10.2022 in Astfeld eröffnet und das Projekt Öko Modell Region gibt es in der Region Goslar und Umgebung.

Dazu wollte ich mehr von dir wissen und dachte, dass es auch für meine Newsletter-Abonennt:innen interessant sein könnte. Der/die eine oder andere hat vielleicht auch schonmal überlegt den Job zu wechseln oder auch sonst eine neue Richtung eingeschlagen und ich wollte von dir wissen, wie du es geschafft hast diesen mutigen Schritt zu gehen. Und ich wollte natürlich wissen was dieses tolle Projekt beinhaltet, was das Projekt Öko Modell Region überhaupt ist, wo man die Bio Bäckerei genau findet und was eine Bio Bäckerei so anders macht ?

 

Liebe Claudia, wer bist du und was hast du genau vor dem Projekt Bio Bäckerei gemacht?

Ich bin :-). Vielseitig interessiert. Neugierig. Kreativ. Verunsichert gegenüber den aktuellen Krisen. Gern in der Natur unterwegs.
In den letzten 21 Jahren war ich für ein Metallverpackungswerk tätig, in dem ich mit ganz unterschiedlichen Menschen verschiedener Nationalitäten zusammen arbeiten durfte und in diversen Projekten im Finanz- und IT-Bereich involviert war.

Was war der Grund für einen Wechsel in einen ganz anderen Bereich?

Ich kam an einen Punkt, in dem ich merkte, dass ich dort nicht mehr wirksam sein kann. Ich denke, es ist etwas zutiefst Menschliches: Wir wollen die eigene Energie für etwas Sinnvolles einsetzen, wir wollen wirksam sein! Es wuchs ein Wunsch in mir, einen Job zu finden, in dem ich meine gewonnenen Erfahrungen umsetzen kann, mit dem Fokus auf mehr Nachhaltigkeit, für das Gemeinwohl, um meinen Beitrag zu einem Wandel beizutragen.

Welche Zweifel haben dich bei der Überlegung und Entscheidung für einen Wechsel begleitet?

Mich haben viele Fragen beschäftigt, auch existentielle, wie beispielsweise: Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel? Woran erkenne ich eine sinnstiftende, freudvolle Arbeit? Welches Kriterium zeigt mir, was „sinnvoll ist“ und was „wirkt“? Bin ich mit 46 Jahren nicht schon zu alt, um  einen so großen Schritt zu wagen? Was ist, wenn es schief läuft? Diese und andere Fragen können lähmend wirken und die Aufbruchstimmung schmälern. Ich fühlte mich, als wenn ich mich mit einer angezogener Handbremse bewegte.

Was hast du in deinem vorherigen Job zurückgelassen, was der Mehrheit unserer Gesellschaft vielleicht schwerfallen würde?

Zurückgelassen habe ich ein geregeltes, sehr gutes monatliches Einkommen, einen strukturierten Arbeitsalltag, Menschen, mit denen ich gern zusammengearbeitet habe, deren Stärken ich zu schätzen weiß, ein warmes Büro mit einer modernen Ausstattung, einem Netzwerk, das sich von der Gehaltsabrechnung, nötigen Arbeitsmitteln bis zu Weiterbildungsangeboten kümmerte.

Welche Vor- und welche Nachteile gab es bei dieser Entscheidung. Wie bist du bei deiner Entscheidung vorgegangen und wonach hast du deine Entscheidung getroffen?

Der Verkauf eines Geschäftsbereichs war letztendlich der Auslöser. Die Luft wurde dünner, das Zeichen deutlicher, auf das ich gewartet habe, um aktiv zu werden. Ich wollte meine berufliche Laufbahn selbst steuern und nicht darauf warten, mein Büro mangels angebotener Perspektiven selbst abzuschließen.

Was hat dich ermutigt, bzw. geholfen diesen Schritt zu gehen?

Ermutigt haben mich zwei Kurse der Pioneers of Change (https://pioneersofchange.org):
1) response-Ability und 2) Be.Come. Im ersten Kurs ging es um die Handlungsfähigkeit in Zeiten von inneren Krisen. Ich habe mich damit auseinandergesetzt, was mir Halt gibt, wenn vermeintliche Sicherheiten im Außen wackeln und wo das Potential in meinem Lebensumfeld liegt. Bei Be.Come beschäftigte ich mich mit den Wendepunkten in meinem Leben (Ereignisse, Beziehungen, Erlebnisse, Entscheidungen, Highlights und schwierigen Punkten). Um meinen Weg zu finden, gehörte eine radikale Selbstreflexion dazu.

Wie bist du auf dieses Projekt aufmerksam geworden?

Über die Volkshochschule habe ich in Kooperation mit der Öko-Modellregion Landkreis Goslar an der Workshop-Reihe „Alles BIO oder lieber REGIONAL?“ teilgenommen. Dort haben wir uns mit Bio-Siegeln beschäftigt, unsere und anderer Leute Überzeugungen hinterfragt oder uns intensiv mit Aussagen und Vorurteilen von Skeptiker*innen von BIO-Produkten auseinandergesetzt.
Dann habe ich an der Bio-Regio-Challenge teilgenommen. D.h. ich habe eine Woche lang mich so weitgehend wie möglich aus bio-regionalen Zutaten ernährt und die zurückgelegten Kilometer der Nahrungsmittel dokumentiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass es große Lücken vor Ort und in meinem Einkaufsumfeld gibt.

Was kann man sich unter dem Projekt Ökomodell Region vorstellen?

Grundsätzlich werden Öko-Modellregionen (kurz ÖMR genannt) ins Leben gerufen, um den regionalen Anteil an ökologisch wirtschaftenden Betrieben auszubauen. In Niedersachsen gibt es seit 2020 erstmals drei ÖMR (in Uelzen, Holzminden und Goslar), die vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium unterstützt werden. In der ÖMR Landkreis Goslar wird neben der Landwirtschaft auch verarbeitende Betriebe, Vermarktungsstrukturen wie z. B. regionale Nahversorgung mit Lebensmitteln, Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen u. ä., die Gastronomie sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher in den Blick genommen. Es ist keine Modeerscheinung mehr, bewusster einzukaufen und zu essen. Die Zukunft is(s)t BIO & REGIONAL!

Was macht dieses Projekt für dich so besonders?

Die Harzbrot eG ging aus einem Arbeitskreis hervor, der sich aus Ehrenamtlichen und Interessenvertreter*innen gebildet hat und der von der ÖMR Landkreis Goslar initiiert wurde. Nach der Bio-Regio-Challenge bin ich angesprochen worden, ob ich Lust hätte, dazuzukommen. Wir entwickelten unsere Vision, die komplette Wertschöpfungskette in den Landkreis zu holen – vom Acker über Mühle, Bäckerei, Einkaufskorb bis auf unseren Teller. Nachhaltigkeit steht für „Erhalten“. Langlebigkeit, Stabilität, Transparenz, Nachverfolgung und Partizipation sind Teil unseres Konzeptes, die ich in meinen ehrenamtlichen Aufgaben als sehr wichtig betrachte und schon länger verfolge. Dazu gehört der bewusste Blickwinkel auf ‚enkeltaugliche‘ Lösungswege, ressourcenschonende Entscheidungen zu lenken, wie z. B. die Verpackungsfrage bei der Anlieferung aus recycelten Materialien, wiederverwendbaren Kisten oder der Nutzung von Stoffbeuteln. Dadurch stärken wir die Region, ihre Arbeitsplätze und geben den Abnehmer*innen Vertrauen in ihr Grundnahrungsmittel. Wir verzichten in der Bäckerei auf Nachtarbeit (sozial, familienfreundlich) und legen Wert auf gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Aufgrund der Kooperation mit der etablierten Bäckerei Braun profitiert Harzbrot eG von der Übernahme der angeheizten Backöfen. Das ergibt einen energiesparenden Synergieeffekt und ist ein bemerkenswerter Pluspunkt bei der aktuellen Energiekrise.

Was sind deine Aufgaben in diesem Projekt?

Meine Aufgabe ist es, tatkräftig mitzuhelfen, dass unsere Vision in die Praxis umgesetzt wird. Es gilt der gemeinsame Aufbau, der wirtschaftliche Betrieb der Bio-Bäckerei mit einer nachhaltigen und resilienten Versorgungsstruktur im Bereich der Grundnahrungsmittel von Broten und Kleingebäck zu etablieren mit allen denkbaren kleinen Schritten und großen Meilensteinen: von der Gründung der Genossenschaft, bis zur Anmeldung und Registrierung bei den Ämtern (Genossenschaftsregister, Finanzamt, Gewerbeamt, Bio-Zertifizierungsstelle, Handwerkskammer etc.), der Kundengewinnung bis zur Buchhaltung und Berichterstattung.

Wo genau findet man die Bio Bäckerei?

Eine Besonderheit ist, dass die Bio-Bäckerei EU-zertifiziert wurde und in der Backstube bei einem konventionellen Bäcker angesiedelt ist: Bäcker Braun GmbH, Am Nonnenteiche 9 in Langelsheim, OT Astfeld. Wir haben keine eigenen Filialen. Unsere Backwaren werden an Märkte, Hofläden oder sogenannte Abholorte gebracht. Das ist zurzeit noch ein Entstehungsprozess. Jede/r ist willkommen, mitzuhelfen, uns Orte zu nennen, wohin wir unsere Backwaren liefern können. Diesen Vorschlägen gehen wir peu-à-peu nach mit dem Ziel, ein flächendeckendes Vertriebsnetz zu knüpfen.

Was sind die Unterschiede zu einer herkömmlichen Bäckerei?

Ein Unterschied ist, dass wir als Gesellschaftsform die Genossenschaft gewählt haben (soziale Komponente). Als Genosse / Genossin besteht die Möglichkeit, in ein zukunftsweisendes Projekt zu investieren, das einerseits die gesamte Wertschöpfungskette in die Region und damit in das eigene Lebensumfeld holt und andererseits die Bedeutung aller Beteiligten entlang der “Wertschätzungskette” in den Vordergrund stellt. Die enge Zusammenarbeit der Bäckerei mit den landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region führt zu außergewöhnlichen Alleinstellungsmerkmalen:
Anpassungsmöglichkeit an den Klimawandel bei Getreidesaaten und -sorten, den Aufbau verlässlicher, fairer und transparenter Strukturen zur Versorgung der Bewohner*innen der Region mit gesunden, hochwertigen Backwaren, die Achtsamkeit und Förderung fruchtbarer Böden, die eine wesentliche Voraussetzung zur Ernährungssicherheit darstellen (vielfältige Fruchtfolge des Ackerbetriebes), den Ausbruch aus der Branchen-Konformität und einer klaren Abhebung vom Konzept konventioneller Bäckereien.

Die Herstellung erfolgt nach den Grundregeln für die handwerkliche Herstellung von Brot und Backwaren ohne Convenience-Produkte und die Vielzahl möglicher Zusatz- und Verarbeitungshilfsstoffe.

Das Aushängeschild von Bio-Getreide ist, dass es weder gebeizt noch chemisch gedüngt wird. Bio-Erzeuger*innen setzen auf schonende Methoden wie das Striegeln, bei dem das Beikraut mechanisch unschädlich gemacht wird. Die Mitglieder der Genossenschaft können als Multiplikator*innen zur Sensibilisierung für das Thema Boden zum Wissenstransfer eines gesunden Lebensmittels im Einklang mit der Natur beitragen.

 

Wie kann man das Projekt Öko Modell Region unterstützen, bzw. sich selbst einbringen?

Die Öko-Modellregion Landkreis Goslar ist sehr kreativ und lädt immer wieder zu neuen Aktionen und Veranstaltungen ein. Am Apfelbestimmungstag (24.09.) gab es beispielsweise die Gelegenheit, die hauseigenen Apfelsorte von einer Fachfrau, einer Pomologin, bestimmen zu lassen. Aktuell läuft noch bis zum 6. Oktober 2022 die Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“. Es gibt einen Newsletter, um immer über die nächsten Aktivitäten informiert zu sein. Link: www.oekomodellregion-goslar.de

Bei der Harzbrot eG besteht die Möglichkeit, Mitglied der Genossenschaft zu werden und unsere Idee finanziell mit einem Pflichtanteil von 200 € zu unterstützen. Unabhängig von der Anzahl der Anteile hat jedes Mitglied ein Stimmrecht bei der Generalversammlung. Als saisonale Veranstaltungen planen wir für unsere Mitglieder den Besuch eines Biohofs, die Besichtigung der Mühle, Laden zum ‚Frontbaking‘ für alle Sinne in die Backstube ein oder zur Brotverkostung. Das Beitrittsformular gibt es unter folgendem Link: www.harzbrot.jetzt oder es kann unter mail@harzbrot.jetzt angefordert werden.

Wo findet man weiterführende Infos über die Projekte?

Um Transparenz zu schaffen und alle Genossenschaftsmitglieder und Interessierte an der Bio-Bäckerei auf dem Laufenden zu halten, berichten wir über Neuigkeiten aus der Backstube. Per E-Mail kann sich dazu jede/r Interessierte in den Verteilerkreis aufnehmen lassen.
Zusätzlich arbeiten wir an einer eigenen Homepage mit Kurzvideos, um auf die Einzigartigkeit des Projektes, ihrer Beteiligten und der traditionellen Brotkunst aufmerksam zu machen.

Welchen Tipp würdest du meinen Leser:innen  abschließend auf den Weg mitgeben, wenn sie vor einer richtungsweisenden Entscheidung stehen, z.B. vor einem Jobwechsel?

„Der wichtigste Schritt ist der erste. Brich auf!“, brachte es Heini Staudinger auf den Punkt. Sage JA zu dem, wie es JETZT ist. Gestehe es dir ein. Sage JA zur Intention, was deine Sehnsucht ist. Was ruft dich? Sage JA zum Weg der Veränderung. Gestehe dir ein, dass es Schritte dahin benötigt, dich zu öffnen, darauf zu hören, was dir hilft. Lebe dein Ändern.

 

Vielen Dank liebe Claudia für deine Offenheit und deine Bereitschaft diesen für dich wichtigen Schritt mit uns zu teilen.

 

 

 

Wer möchte nicht fit, gesund und selbst bestimmt bis ins hohe Alter sein und auch bleiben? Seine Zeit mit schönen Dingen füllen, anstatt von einem Arzt zum anderen zu rennen, um dann doch nicht weiterzukommen und wieder auf den nächsten Termin zu warten. Jedesmal schwingt die Hoffnung mit, endlich die Lösung für seine gesundheitlichen Probleme zu finden.

Ich weiß wovon ich rede, ich habe diesen Marathon selbst hinter mir und das oft mit unbefriedigenden Ergebnissen ohne wirkliche Lösung. Deshalb habe ich beschlossen mich auf den Weg zu machen und zu lernen was ich selbst tun kann, um möglichst fit, gesund und selbst bestimmt zu bleiben. Das war einer von vielen Gründen warum ich begonnen habe Gesundheitspsychologie und Prävention zu studieren. Die Freude am Thema lässt mich diese Zeilen schreiben und ein paar Anregungen für ein selbst bestimmtes und gesundes Leben mit dir teilen. 

 

Was kannst du also tun damit du deine Zeit für etwas anderes nutzen kannst, als die Ursachen für deine Krankheiten zu finden. Die beste Möglichkeit ist und bleibt immer noch die Prävention, also die Vorbeugung. Hier ist der Aufwand relativ gering und mit gesunden Gewohnheiten brauchst du gar nicht mehr großartig darüber nachzudenken und die Prävention wird so zum Selbstläufer.

Bist du erst einmal erkrankt ist es schon etwas aufwendiger wieder zu genesen, aber die Unterstützung durch deine eigenen gesunden Gewohnheiten beschleunigt die Genesung, bzw. die Vorbeugung einer Verschlechterung der Symptomatik. Also egal in welchem Stadium du dich befindest, es ist immer der richtige Zeitpunkt mit der Einführung gesunder Gewohnheiten zu beginnen.

 

Gesunde Gewohnheit

 

Bewegung

Regelmäßige körperliche Bewegung. Schon 30 Minuten Bewegung täglich reichen aus, um dich gesund und fit zu halten. Spazieren gehen, walken, Fahrrad fahren, schwimmen oder was dir sonst so Spaß macht. Treppe statt Aufzug, zu Fuß statt mit dem Auto, das sind gute Möglichkeiten, um deinen Bewegungsapparat fit zu halten, wenn du das dann auch noch etwas Kraft- und Dehntraining ergänzt, bist du auf der sicheren Seite was deine körperliche Fitness und Beweglichkeit angeht. Gleichzeitig sorgst du für ein abwechslungsreiches Programm, welches dir zusätzlich eine Sturzprophylaxe bietet, was im höheren Alter ein nicht ganz unerheblicher Punkt ist.

 

Ernährung

Die meisten von uns essen mindestens drei Mal am Tag. Was isst du, wie nimmst du dein Essen zu dir und wie fühlst du dich danach? Die Antworten auf diese drei Fragen können dir schnell eine Zusammenfassung deiner täglichen Essgewohnheiten in Verbindung mit der Verträglichkeit der Speisen und dem dazugehörigen Energielevel geben. Den Spruch “du bist was du isst” gibt es nicht umsonst. Er bringt es auf den Punkt. Nach einer leichten Mahlzeit wirst du vermutlich ein anderes Energielevel verspüren als nach einer Tüte Chips oder einer Tafel Schokolade, zu mindestens auf längere Sicht gesehen, denn Chips und Schokolade enthalten keine wichtigen Nähstoffe, die deinen Körper optimal versorgen könnten. Wenn du lernst die Sprache deines Körpers (wieder) zu verstehen, hast du den besten Ernährungsberater der Welt an deiner Seite. Dein Körper zeigt dir ganz genau was er braucht und was er nicht braucht.

Am Anfang einer Ernährungsumstellung können die Signale des Körpers noch widersprüchlich sein, weil er sich erst einmal umstellen muss. Z.B. bei einem Zuckerentzug kann es sein, dass du dich am Anfang schlapp fühlst und vielleicht sogar Schmerzen verspürst. Es handelt sich hierbei eben um einen Entzug, der mit verschiedenen Symptomen um die Ecke kommen kann, aber nach ein paar Tagen ist auch das vorbei und du wirst dich wie ein neuer Mensch fühlen und das mit einem ungeahnten Energielevel.

 

Schlaf

Ausreichend und genug schlafen lautet die Devise. Was heißt das für dich? Dein optimales Schlafpensum findest du am Besten im Urlaub heraus. Dazu benötigst du zwei Wochen am Stück, möglichst ohne früh morgendliche Termine. In den zwei Wochen stellst du keinen Wecker und versuchst immer zu gleichen Zeit ins Bett zu gehen. Du stehst auf, wenn du dich ausgeschlafen fühlst. In der ersten Wochen holt sich der Körper erst einmal alles wieder was ihm vorher an Schlaf verwehrt geblieben ist. In der zweiten Woche pendelt er sich langsam auf sein normales Schlafpensum ein. Wenn du die zwei Wochen also zur gleichen Zeit ins Bett gehst und dann morgens wach wirst und fit bist, dann weißt du wieviel Stunden Schlaf du benötigst.

Dieser Beitrag stellt “nur” einen kleinen Auszug gesunder Gewohnheiten dar, mit dem du bereits viel erreichen kannst und das schon in kurzer Zeit.

 

Möchtest du noch mehr über gesunde Gewohnheiten erfahren und darüber was dir helfen kann ein gesundes und selbst bestimmtes Leben zu führen, dann kannst du mich für dein individuelles Gesundheitscoaching buchen. Ich bin zertifizierter Gesundheitscoach und zertifizierte Waldachtsamkeitstrainerin und biete mit Happy Time – Life-Coaching ( Schwerpunkten Gesundheit und Beruf) an.

 

Du erreichst mich für weitere Informationen oder zur Terminabsprache unter folgender Telefonnummer: 0176- 60506783 oder unter der E-Mail Adresse: info@harz-happiness.de . 

Helfen macht glücklich! – Mein Plädoyer fürs Ehrenamt

Nun bin ich also auch hier – in diesem Blog! Als Jasmin mir vor geraumer Zeit ihre Idee unterbreitete, verschiedene Persönlichkeiten in ihrem Newsletter vorzustellen und mich fragte, ob ich nicht Lust darauf hätte, sagte ich spontan ja. Um im Anschluss daran ins Grübeln zu geraten, denn schließlich gehört etwas dazu, was jeder kennt, aber die wenigsten mögen: sich anderen vorzustellen!

 

Vielseitigkeit und Fotografie 

Nun denn: mein Name ist Daniela, ich bin seit knapp vier Jahren glücklich mit meinem wunderbaren Mann verheiratet, und wir leben gemeinsam mit unseren Fellnasen im schönen Goslar. Ursprünglich aus Sachsen-Anhalt stammend, bin ich inzwischen hier in meiner Wahlheimat angekommen, fühle mich im Harz sehr wohl und zuhause.

Man kann mich mit Fug und Recht als vielseitig interessierten Menschen beschreiben, stets neue Ideen im Kopf und ständig daran interessiert, meine kreative Ader auszuleben. So bin ich zum Beispiel neben meinem eher trockenen Job in der Verwaltung eines Lebensmittelgroßhandels nebenberuflich als Fotografin unterwegs und porträtiere mit viel Herz und Leidenschaft Paare und Familien. Schaut gerne mal auf meiner Homepage www.daniela-schmidt-fotografie.de vorbei, ich freue mich über jeden Besucher.

 

Ehrenamt Tierschutzverein

Ein anderer, sehr wichtiger Teil meines Lebens und ein echtes Herzensprojekt ist mein Ehrenamt, darüber möchte ich Euch heute ein bisschen was erzählen. Wie ich dazu gekommen bin, was mich dabei bewegt und auch, was es mir gibt.

Mein Mann und ich sind seit inzwischen zehn Jahren ehrenamtlich im Tierschutzverein Salzgitter aktiv, sechs Jahre davon aktiv im Vorstand. Anfangen muss ich dabei aber viel früher, denn groß geworden bin ich auf dem Dorf, mit vielen Tieren und ganz viel Wald und Wiesen um mich herum. Von Anfang an wurde mir die Liebe zur Natur und ihren Lebewesen in die Wiege gelegt. So war es nur natürlich, dass mir der Kontakt zu Tieren fehlte, nachdem ich der Liebe wegen nach Salzgitter gezogen war. Mein Mann und ich meldeten uns daher als ehrenamtliche Gassi Geher im Tierheim an, unser erster Kontakt zum Ehrenamt. Bei jeder Gelegenheit gingen wir ab da mit einem der tierischen Heimbewohner spazieren. War gerade mal keine passende Fell Nase verfügbar, spielten wir mit den Katzen gespielt oder schmusten mit ihnen.

Immer wieder begegneten uns dabei traurige Schicksale und sehr schnell entstand der Wunsch, mehr zu tun und zu helfen und zu unterstützen. Tiere gehören zu den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft, sie können sich oft nicht selbst helfen, werden misshandelt, ausgesetzt, einem grausamen Schicksal überlassen. Solange es Menschen gibt, die wehrlosen Wesen so etwas antun, muss es Menschen geben, die sich um diese Tiere kümmern.

So wurden wir beide Mitglied, dem Verein somit schon einmal zwei der so wichtigen Mitgliedsbeiträge sicher. Als sich bei einer der nächsten Mitgliederversammlungen nicht genügend Kandidaten für den Vorstand fanden und der Verein somit vor einer möglichen Auflösung stand, meldeten wir uns. Seit nun mehr sechs Jahren gehören wir dem Vorstand an, mein Mann als 2. Vorsitzender, ich als Sachbeistand und Verantwortliche für die Tiertafel Salzgitter.

 

Helfen macht glücklich 

Doch was bedeutet eigentlich Ehrenamt? Warum macht es glücklich? Und warum sollte ich mich dafür entscheiden?

Ehrenamtliches Engagement gibt mir die Möglichkeit, Dinge, die mir missfallen, ins positive zu verändern und etwas Sinnvolles zu tun. Im alltäglichen Leben hat das Ehrenamt eine große Bedeutung für das Zusammenleben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stärkung demokratischer Werte. Doch es hilft nicht nur denen, denen es zugutekommt, sondern auch denen, die sich engagieren.

Wer sich engagiert, erfährt oft viel Zustimmung und Dankbarkeit. Nichts ist erfüllender, als mit den eigenen Fähigkeiten und Talenten das Leben anderer besser zu machen. Wer viel gibt, bekommt auch viel zurück, das kann ein Lächeln, eine Geste, oder auch ein Wort sein. Wir haben als Teil des Tierschutzvereines eine Tiertafel ins Leben gerufen, um Tierbesitzern, die in finanzielle Schieflage geraten sind, mit Futter für ihre Haustiere zu unterstützen. Die Dankbarkeit, die man dabei immer wieder erfährt, ist mit Geld nicht aufzuwiegen und gibt einem das Gefühl, in dieser Welt wirklich etwas bewegen zu können.

Helfen macht glücklich! Wenn wir wissen, dass wir gebraucht werden und anderen etwas Gutes tun können, gibt uns das ein gutes Gefühl. Sich aktiv für eine gute Sache einzusetzen, macht uns glücklich und zufrieden. Man kann die Welt vielleicht nicht retten, aber man kann sie im Rahmen der eigenen Möglichkeiten jeden Tag ein bisschen besser machen.

 

Gemeinschaft 

Helfen macht Spaß!  Im Verein eine tolle Gemeinschaft gefunden zu haben, neue Menschen kennenzulernen, wie in unserem Fall sogar Freundschaften fürs Leben zu schließen, und gemeinsam an einer Sache oder auf ein Ziel hinauszuarbeiten, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und macht viel Spaß. Diese Gemeinschaft kann einem auch viel Halt geben. Ganz nebenbei verbessert unser Engagement unsere sozialen Kompetenzen.

Helfen macht stolz! Soziales Engagement stärkt ganz nebenbei unser Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Zu wissen, dass man gesetzte Ziele erreicht, etwas sinnvolles und wichtiges getan und seine Zeit nicht verschwendet hat, gibt einem ein tolles Gefühl und macht einen stolz.

Ich würde mich freuen, wenn ich vielleicht den einen oder anderen Leser hier davon begeistern konnte, sich regelmäßig oder auch nur ab und zu einer ehrenamtlichen Aufgabe zu widmen. Es gibt so unendlich viel, was man tun kann. Sei es im Einsatz beim THW oder der Feuerwehr, als Übungsleiter im Sportverein, als Telefonseelsorge oder im Umweltschutz, bei der Integration geflüchteter, bei der Altenpflege oder Kinderbetreuung. Zahlreiche Organisationen oder Vereine könnten ohne ehrenamtliche Helfer nicht bestehen. Und sei es als Hilfe beim Kuchen backen fürs jährliche Sommerfest, beim Reinigen der Mannschaftstrikots oder Verkauf von kalten Getränken bei Veranstaltungen. Auch die kleinen Dinge haben eine große Bedeutung.

Helfen macht glücklich – probiere es aus!

Tipps für mehr Gelassenheit

Wer wünscht sie sich nicht, die Gelassenheit? Die Fähigkeit im größten Trubel ruhig und ausgeglichen zu bleiben. So als könnte nichts und niemand einen aus der Ruhe bringen.

Wie schaffen wir es in stressigen Zeiten gelassen zu bleiben und das Gedankenkarussell anzuhalten? Es gibt Zeiten da folgt ein Ereignis das Nächste, Situationen und Bedingungen ändern sich, Menschen kommen und gehen. Das Leben fühlt sich manchmal an wie eine Achterbahnfahrt. Zeiten der geraden Strecke wechseln sich mit einer Berg- und Talfahrt ab. Wie kann es uns da gelingen gelassen zu bleiben?

 

Innere Einstellung

Manchmal hilft es schon, wenn wir erkennen, wie wir über die momentanen Ereignisse in unserem Leben denken. Was denke ich über die jetzige Situation? Will ich es anders haben als es ist und leide ich insgeheim unter der Veränderung oder dem jetzigen Zustand?

Da hilft es manchmal sich die Frage zu stellen: Kann ich an der momentanen Lage jetzt gerade etwas ändern? Wenn nicht, gilt es sich in Akzeptanz zu üben, so ganz nach dem Motto:

Annehmen was ist. Dazu fallen mir immer wieder diese Sätze ein:

 

Lieber Gott (oder alternativ dass woran du glaubst),

gib mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Pausen einbauen

Wir neigen in stressigen Zeiten dazu, immer mehr Aufgaben in einen Tag zu packen, in der Hoffnung, irgendwann alles abgearbeitet zu haben. Leider ist das ein Trugschluss, weil das Leben uns immer neue Herausforderungen gibt. Zudem haben wir durch das sich immer schneller drehende Aufgabenrad das Gefühl einer nie endenden Spirale. Der Druck wächst und das Gefühl keine Zeit zu haben steigt enorm. Uns bleibt kaum Luft zu atmen. Anders wird es, wenn du dir regelmäßige Pausen einbaust, um zwischendurch mal Luft holen zu können. Gerne verbunden mit einer Atemübung und einer lockeren Bewegungsabfolge, um die Spannungen des Körpers abzubauen.

Meine Empfehlung, zu den täglichen regelmäßigen Pausen, einen Tag in der Woche einzubauen, an dem du gar nichts planst, sondern dich einfach mal treiben lässt, ohne einen Berg von Verpflichtungen. Bewusst genießen, z.B. das Essen, das morgens länger im Bett liegen bleiben, die Natur bei einer Wanderung, das auf der Decke liegen und den Himmel bewundern.

 

Loslassen

Gedanken loslassen, die hinderlich und blockierend sind, sogenannte Glaubenssätze. Dafür ist es notwendig zu wissen, welche es in deinem Leben überhaupt gibt. Ein gängiger Glaubenssatz in unserer Gesellschaft ist z.B. “Erst die Arbeit, dann das Vergnügen”. Dieser Glaubenssatz kann dazu führen, dass du dir keine Pausen gönnst, weil die Arbeit einfach nie endet. Wenn du willst, gibt es immer etwas zu tun. Eine Aufgabe ist erledigt, prompt kommen zwei Neue. Das ist dir sicherlich nicht unbekannt. Deshalb ist es so wichtig seinen Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen. Erst dann kann Veränderung erfolgen und Gelassenheit Einzug erhalten.

Auch deinen inneren Antreiber zu kennen, ist hilfreich bei gesundheitsförderlicher Veränderung. Möchtest du alles perfekt machen oder alles möglichst schnell erledigen? Möchtest du von allen gemocht werden? Innere Antreiber können genau wie Glaubenssätze ordentlich Stress in deinem Leben erzeugen. Sie zu kennen, ist der erste Schritt den Stress abzulegen. Erst wenn du weißt warum du so handelst, wie du handelst, kannst du bewusst dagegen steuern.

Auch unrealistische Überzeugungen verursachen Stress und Leid.
Beispiel: Wer glaubt mit ausreichend Sport und gesunder Ernährung dem Alter dauerhaft ein Schnippchen zu schlagen, wird früher oder später enttäuscht werden. Klar ist es wichtig, dass wir gut für uns sorgen und wir können schon in gewissem Maße Dinge beschleunigen oder eben auch hinauszögern. Fakt ist aber auch:  Das Leben ist nun einmal Veränderung und niemand kommt hier lebend raus.

Die Geburt gehört genauso dazu wie der Tod. Wenn wir anfangen unrealistische Gedankengänge und Überzeugungen loszulassen und eine gewisse Akzeptanz gegenüber dem Leben üben, ersparen wir uns viel Kummer und Leid.

 

Übersprungshandlung

Kennst du das, wenn du gerade nicht weißt, wo vorne und hinten ist und dann plötzlich Dinge tust, die eigentlich gar nicht wichtig sind. Wir verlieren in der Vielzahl der Aufgaben manchmal den Überblick und verhalten uns unkoordiniert und erledigen Aufgaben, die nicht wirklich zielführend sind und wundern uns hinterher, dass wir noch weniger Zeit haben, für die Aufgaben, die wirklich wichtig wären.

Mir fällt da ein Beispiel für eine Übersprungshandlung bei Hähnen ein, die mitten im Hahnenkampf plötzlich eine Pause einlegen und anfangen Futter zu picken, so als wenn nichts wäre. Es hat mit der eigentlichen Aufgabe nichts zu tun.

Zeit- und Selbstmanagement sind da wirklich hilfreich. Dafür ist es notwendig, dass wir wissen, was uns wirklich wichtig ist und was tagesaktuell anliegt, um so den nötigen Überblick zu behalten. Dies kombiniert mit einem eingebauten Zeitpuffer, kann unser Stresslevel um einiges reduzieren.

 

Hast du Lust etwas über Zeit- und Selbstmanagement zu erfahren, dich selbst besser kennenzulernen, indem du deine Werte, Glaubenssätze und inneren Antreiber kennenlernst und das Ganze mit Entspannungseinheiten und Selbstfürsorgetipps zu kombinieren? Dann melde dich gerne für meinen Bildungsurlaub im November in Braunschweig an. Hier geht´s lang.

Du kannst auch ohne Bildungsurlaubsantrag teilnehmen, das heißt egal in welchem Lebensabschnitt du dich gerade befindest (Student/in, Arbeitnehmer/in, Arbeitssuchende/r oder Rentner/in) bist du herzlich willkommen.

Persönlichkeitsentwicklung ist in jeder Phase des Lebens und jedem Alter bereichernd.

Wer bist Du und wie würdest du Dich beschreiben?

Schon als Kind war ich gern in der Natur, ob Bergwiesen, Steinberg oder Nordberg, draußen war mein Kinderzimmer. Wie schon meine Eltern mit mir, so war auch ich mit meinen Kindern jede freie Minute rund um Goslar unterwegs.
Neugierig bleiben und lernen, das ist für mich wichtig.

 

Wie bist Du mit den Kräutern in Kontakt gekommen und hast Deine Liebe dazu entdeckt? 

Im Landschaftsgartenbau tätig, war ich täglich mit „Unkräutern“ in Kontakt. Im Rahmen meiner Arbeit betreute ich unter anderem viele Jahre den „Romanischen Garten“, in dem die Besucher einige alte Nutz- und Heilpflanzen kennenlernen können.
Das hat mich neugierig gemacht und so musste ich unbedingt mehr wissen.

Ich fing an, mich mehr und mehr mit der Vielfalt von Wildkräutern zu beschäftigen und war erstaunt, was man alles essen kann. 2011 wurde ich über die Landwirtschaftskammer auf den “Grünen Schneeball” aufmerksam, wo ich meine Ausbildung zur Kräuterexpertin machte.

Mein Wunsch tiefer in die Natur einzutauchen, hat mich 2018 in die Natur- und Kräuterschule Lumdatal von Anja Böhme geführt. Hier konnte ich mein Wissen und die Liebe zu unseren Wild- und Heilpflanzen vertiefen, viel Neues entdecken und erlernen. Mit der Weiterbildung zur Natur- und Wildpflanzenpädagogin wurde ich zum Abschluss mit einem Zertifikat belohnt.

 

Was fasziniert Dich an der Welt der Wildkräuter?

 Wildkräuter sind ein Geschenk von Mutter Natur. Sie wachsen rund um uns herum, sind für jeden zugänglich und man braucht kein Geld, um sie zu ernten.

 

Warum machst Du das was Du machst (Kräuterkunde)? Was ist Dein Antrieb?

Wir haben uns sehr von der Natur entfernt und leben in einer schnelllebigen Welt. Was heute als neueste Errungenschaft gilt, ist morgen schon ein alter Hut. Mutter Natur ist anders: sie hat ihren ständigen Fluss, ist verlässlich und holt dich ab, auch wenn du dich schlecht fühlst.
Wenn ich Wildkräuter sammeln gehe, fühle ich eine tiefe Verbundenheit zur Natur. Sie wirken auf mich heilsam, die Hektik des Tages verschwindet. So entschleunige ich immer mehr und freue mich über die Fülle, mit der Mutter Natur uns beschenkt. Dieses Gefühl möchte ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weitergeben.

 

Was erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Deinen Kursen? Warum lohnt es sich bei Dir teilzunehmen?

Die Wildkräuter sind so vielseitig verwendbar. In erster Linie zeige ich meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, welche Fülle an essbaren Wildkräutern die Natur uns bereitstellt und wie man diese verwenden kann. Die Wanderungen sollen auch Sicherheit geben, essbare von giftigen Pflanzen zu unterscheiden bzw. zu erkennen.

 

Was machst Du sonst gerne neben der Kräuterkunde?

In der Pandemie habe ich meine Liebe zur Malerei wiederentdeckt. Meinen (kleinen) Garten, in dem neben Kulturgemüse im Hochbeet und Kräuter in meiner Kräuterspirale auch viele Wildkräuter ihren Platz gefunden haben.

Meine beiden Hündinnen Amsel und Maja…und meine Familie, die mich selbst im Erwachsenenalter nicht nur im Spiel herausfordert, sondern mich auch immer wieder ermutigt und unterstützt, meinen Weg zu gehen.

 

Wer noch mehr über Gudrun und ihre Angebote erfahren möchte wird hier fündig.