Hallo,

ich bin Gudrun und komme aus einem Dorf im Harzer Vorland! Ich liebe die Natur, gehe gern wandern und wir haben einen großen Garten, den mein Mann und ich gemeinsam bestellen und aus dem wir viele Monate frisches Gemüse ernten.

Ich bin gelernte Kauffrau und habe bis zu meinem Schicksalstag sehr gern gearbeitet, größtenteils im Außendienst mit eigenem Firmenwagen. Ich bin sehr ehrgeizig und hatte immer Freude daran, selbstständig zu arbeiten. Mein größter privater Wunsch war immer, einmal den Jakobsweg in Spanien zu gehen und über Wochen mit Minimalgepäck in der Natur zu sein.

In meinem Leben ist alles anders gekommen. Auf dem Weg ins Büro bin ich frontal mit einem anderen Auto zusammengefahren. Ein junger Mann hatte sich einen Sportwagen ausgeliehen und wollte in Schlangenlinien das Fahrverhalten des kleinen Flitzers testen!

Dieser Unfall hat mein Leben durcheinandergewirbelt. Ich hatte schlimme Trümmerbrüche linksseitig und war fast ein halbes Jahr in einer Rehaklinik. Auf dem Weg der Besserung ist mein linker Oberschenkel wegen schlechter Erstversorgung wieder gebrochen und das Bein brauchte ein weiteres halbes Jahr für die Heilung.

Ich war am Ende. Keine Pläne zu haben, und nicht zu wissen, wie mein Gesundheitszustand sein wird, wenn alle Trümmerbrüche ausgeheilt sind, haben mich tieftraurig gemacht. Nachts konnte ich nicht schlafen und mich plagten Zukunftsängste! Materiell waren die Sorgen nicht so gravierend, aber ich wusste nicht, wo zukünftig mein Platz im Leben sein wird.

In kleinen Schritten habe ich langsam wieder ins Leben zurückgefunden. Viele Spaziergänge im Wald haben mir gezeigt, wie schön die Natur ist und wie toll die Jahreszeiten im Harz sind! Ich habe gelernt, den Ärzten respektvoll gegenüberzutreten, aber Diagnosen auch kritisch zu hinterfragen.

Die Prognose, zukünftig nur mit einem Stock als Hilfsmittel gehen zu können, habe ich von Anfang an für mich in Frage gestellt. Ich habe gelernt, dass wir Menschen alle verschieden sind und dass es auch jeder selbst ein Stück in der Hand hat, wie der Heilungsprozess verläuft.
Ich bin dankbar für gute Einsichten und Erkenntnisse, die mir immer zum richtigen Zeitpunkt durch den Kopf gegangen sind. Den Ehrgeiz, geduldig zu sein, und immer am Ball zu bleiben, waren Dinge aus meinem Berufsleben und diese Eigenschaften habe ich lange Zeit für mein Gesundwerden gebraucht.

Nachdem ich insgesamt zwei Jahre krank war, war es mein größter Wunsch, wieder richtig laufen zu lernen und ich bin nicht ins Berufsleben zurückgekehrt. Ich habe alle Möglichkeiten wahrgenommen, habe viel über alternative Heilmethoden gelesen, habe mich gesund ernährt und Rehasport betrieben. Ich gehe seit dieser Zeit regelmäßig in eine Gymnastikgruppe, die hoffentlich nach der Pandemie wieder aktiv ist. Den Jakobsweg kann ich nicht laufen, dafür bin ich nicht gesund genug! Aber auf der Via Regia, die von Görlitz nach Eisennach führt, bin ich 3 Jahre hintereinander immer für eine Woche gelaufen und ich bin zufrieden, dass ich mir solche manchmal auch anstrengende Wege zumuten kann.

Ich bin in meinem Leben angekommen und ich glaube, ohne diese schlimme Zeit, wäre ich nicht die, die ich heute bin!

Jedes Jahr das selbe Spiel: neues Jahr, neues Glück, neue Vorsätze.

Voller Elan und Motivation startest du mit der Umsetzung deiner neuen Vorsätze, nur um nach einiger Zeit festzustellen, dass sich der Elan und die Motivation schneller aus dem Staub gemacht haben, als sie gekommen sind. Nur so richtig verstanden wohin und hast du eigentlich nicht. Keine Sorge, damit bist du nicht allein, der Mehrheit der Menschen geht es so.

In diesem Blog-Artikel geht es um das Thema Veränderung und wie du die Fallstricke, die auf dem Weg liegen, erfolgreich umgehen kannst, umso deine Vorsätze diesmal langfristig beizubehalten.

Stufen der Veränderung

Beim Umsetzen eines Vorsatzes gibt es verschiedene Stufen, die bei der Veränderung erreicht werden. Dir das bewusst zu machen, ist ein erster Schritt, um den Prozess besser zu verstehen und zu erkennen auf welcher Stufe du dich gerade befindest.

Stufe 1: Sorglosigkeit 

Das ist die Stufe, in der du noch keine Veränderung anstrebst, es ist sozusagen die Vorstufe der Veränderung.

Stufe 2: Bewusstwerden

In dieser Stufe wird dir bewusst, dass du etwas verändern möchtest. Z.B. wenn du dich entscheidest mit dem Rauchen aufzuhören.

Stufe 3: Vorbereitung 

Jetzt gilt es zu überlegen was alles vorbereitet und bedacht werden darf, um dein Vorhaben erfolgreich in die Tat umzusetzen. Um beim Raucherbespiel zu bleiben, könnte das Datum des Aufhörens festgelegt, einen möglichen Ersatz für die erste Zeit gefunden (z.B. Kaugummis) und überlegt werden, in welchen Situationen du rauchst und aus welchem Bedürfnis heraus (z.B. Langeweile zu überbrücken, Nervosität abzumildern usw.). Zu den Vorbereitungen gehört auch, dir bewusst zu machen, in welchen Situationen es zu einem Rückfall kommen kann und was du tun kannst, um dem vorzubeugen.

Stufe 4: Handlung

Nun wird dein Vorhaben in die Tat umgesetzt. Z.B. wird nun an dieser Stelle das Rauchen eingestellt.

Stufe 5: Aufrechterhaltung

Es gilt dein neu erlerntes Verhalten aufrechtzuerhalten. Beim Nichtrauchen kann es eine Weile dauern, bis das Verlangen nach einer Zigarette nachlässt. In dieser Phase dem Druck des bisher erlernten Verhaltens nicht nachzugeben ist die Phase der Aufrechterhaltung.

Stufe 6: Stabilisierung

Auf dieser Stufe geht dein neues Verhalten in eine feste Gewohnheit über, das Verhalten stabilisiert sich und wird nicht mehr als (so) anstrengend empfunden.

Wenn es z.B. beim Rauchen einen Rückfall gibt, dann landet man allerdings nicht mehr auf Stufe 1, sondern auf Stufe 3.

Wichtig ist nun, dass du nicht aufgibst, sondern dir bewusst machst, dass du nicht wieder bei Null anfängst, sondern ein ganzes Stück weiter bist.

Mit jedem Versuch kommst du deinem Ziel ein ganzes Stück näher. “Jeder Versuch macht klug” ist nicht nur ein Sprichwort, denn aus jedem Versuch lernst du etwas. Die Voraussetzung dafür ist, dass du die Situation für dich reflektierst, indem du dir folgende Fragen stellen kannst. In welcher Situation ist es zum alten Verhalten gekommen? Welches Bedürfnis hattest du in dem Moment? Was könnte dir beim nächsten Mal helfen, nicht in alte Verhaltensmuster zu fallen?

Du bist nun einen entschiedenen und großen Schritt weiter.

Viele Menschen unterliegen beim Vorsatz und deren Umsetzung dem sogenannten False-Hope Syndrom.

False-Hope Syndrom

Das False-Hope Syndrom beschreibt irrealistische Erwartungshaltung an den Veränderungsprozess. Warum wir unsere Vorsätze nicht einhalten, liegt oft an falschen Erwartungen, die wir in Bezug auf die Veränderung haben, welche da wären

Wenn wir uns dieser Fallstricke bewusst werden und wir realistisch und geduldig mit uns sind, kann Veränderung gelingen und der Vorsatz bleibt nicht nur ein Vorsatz.

Was noch bei der Umsetzung eines Vorsatzes helfen kann

Alles in allem sind Selbstreflektion und Geduld wichtige Schlüssel, die zum Erfolg einer Veränderung beitragen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung deines Vorhabens und hoffe von Herzen, dass du am Ball bleibst, dir das Leben zu erschaffen, welches du dir wünscht.

Deine Jasmin

 

Die Suche nach dem Glück beschäftigt den Menschen schon so lange er lebt.

Unzählige Philosophen haben sich bereits in der Antike diesem Thema angenommen und die Glücksforschung erhält heute immer mehr Bedeutung in zahlreichen wirtschaftlichen Kontexten, wie der Gesundheit, Umwelt, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Bildung.

Es gibt unzählige Ratgeber zu diesem Thema und nicht nur das. Das Thema interessiert Forscher aus aller Welt. Einmal im Jahr erscheint der sogenannte “World Happiness Report” der den Zustand des weltweiten empfunden Glücks und der Lebenszufriedenheit erfasst.

Diese Jahr steht Deutschland auf Platz 13 und hat damit einen Sprung von Platz 17 im letzten Jahr nach vorne gemacht. Untersucht wird dabei:

Weitere Infos zum “World Happiness Report” findest Du hier.

 

Was ist Glück eigentlich?

Nach einer Definition von Mayring (2009) beschreibt Glück den stärksten Zustand des menschlichen Wohlbefinden, der länger anhält als Freude, basierend auf einem generellen positiven Lebensgefühl.
Dabei sagt der Stand der jetzigen Forschung, dass unser persönlich empfundenes Glück zu ca. 50 % von unseren Genen, zu ca. 10% von unseren Lebensumständen und zu ca. 40 % von eigenem Handeln abhängt.

Hättest du das gedacht? Wir können also eine Menge für unser Glücksempfinden tun.

 

Was macht Menschen glücklich und wovon ist das Glücksempfinden abhängig?

Die Frage, wovon Glück abhängig ist, ist eine der ältesten Fragen der Menschheit.
Welche Glücksfaktoren die aktuelle Glücksforschung identifiziert hat, zeigt die nachfolgende Auflistung:

Was braucht der Mensch um glücklich zu sein:

Unter allen Punkten sind der Kontakt und die Verbindung zu anderen Menschen einer der wichtigsten Faktoren des Glücks, dies wird immer wieder durch empirische Studien bestätigt.

Die Biologie des Menschen ist grundlegend danach ausgerichtet in einer Gemeinschaft zu leben oder sozial eingebunden zu sein. Der Mensch wird mit Glückhormonen belohnt, wenn er in sozialen Kontakt tritt. Voraussetzungen für die Belohnung sind allerdings vertrauensvolle und verlässliche Beziehungen.

 

Soziale Kontakte – Wie finde ich die Passenden für mich? 

Was kannst du tun, wenn dir soziale Kontakte fehlen und du darunter leidest? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, sozialer Kontakt ist nicht gleich sozialer Kontakt, dass heißt ich empfehle dir nicht um jeden Preis Kontakte erzwingen zu wollen.
Denn nichts finde ich schlimmer, als sich gemeinsam einsam zu fühlen. Der erste Schritt ist sich zu fragen was mache ich gerne, wofür interessiere ich mich und dann nach Vereinen, Veranstaltungen oder etwas ähnlichem zu suchen, so gibt es dann zu mindestens schonmal die gleiche Basis und ein Gesprächsthema, alles andere ergibt sich dann meistens von alleine.

Und wenn nicht, gib nicht auf, nicht immer passt es gleich. Die Suche lohnt sich fortzusetzen und ist auch eine spannende Reise zu sich selbst.

 

Warum Geld alleine nicht glücklich macht?

Geld wird als einer der Glücksfaktoren weiter oben im Text aufgelistet. Das bezieht sich allerdings in erster Linie auf eine Grundsicherung, um mit allem Notwendigen, wie Essen, Trinken, Wohnen, Kleidung ausgestattet zu sein.

Es darf darüber hinaus auch gerne mehr sein. Die Forschung hat allerdings herausgefunden, dass das Glücksbarometer bei einem Jahreseinkommen ab 75.000 € nicht weiter steigt und selbst bei einem Lottogewinn der Gewöhnungseffekt nach ziemlich kurzer Zeit eintritt. Wir passen dann einfach unseren Lebensstil an.

Statussymbole machen uns also nicht glücklich. Wenn du dir mal etwas Neues angeschafft hast, vielleicht sogar etwas Größeres, wie z.B. ein Auto oder Haus, hast du eventuell feststellen können, dass es nach einiger Zeit nichts besonderes mehr ist und wir uns nicht jeden Tag in dem Maße darüber freuen.

Ich persönlich finde es beruhigend, dass das Glück nicht alleine vom Geld abhängt.
Die wirklich wichtigen Dinge, die glücklich machen, kann man sich eben nicht mit Geld kaufen: Liebe, Vertrauen, Gesundheit und wahre Freundschaft.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du glücklich bist und dein Leben nach deinen Vorstellungen und Werten leben kannst.

Falls du noch nicht weißt, was deine Werte sind und welches Leben zu dir passt und du es gerne herausfinden möchtest, melde dich doch zu einem meiner Bildungsurlaube zum Thema Stressmanagement an. Hier geht es zu den Terminen.

Ich sende dir ganz liebe Grüße.

Deine Jasmin

 

 

Angst ist ein mächtiges Gefühl. Angst kann allumfassend sein. Manchmal kommt die Angst auch in einem Gewand Namens Wut oder Traurigkeit daher oder in Form von Stressgefühlen, sodass wir sie auf Anhieb gar nicht erkennen.
Angst kann nützlich sein, dich schützen, dich warnen und dir helfen, dich auf bestimmte Situation vorzubereiten. Angst kann aber auch lähmen, begrenzen, ausgrenzen und verurteilen.

Manchmal ist es gar nicht unsere eigene Angst, manchmal ist es eine Angst, die wir übernommen haben, vielleicht von Mutter oder Vater oder Freunden, Kollegen, Lehrern oder aus einem anderen sozialen Umfeld. Es gibt Urängste, wozu existenzielle Ängste gehören und erlernte Ängste.

Aber eigentlich spielt es keine Rolle, woher die Angst kommt, denn die körperlichen und geistigen Reaktionen sind die gleichen. Die Ursache zu finden kann allerdings dabei helfen, die Angst besser zu verstehen und leichter mit ihr umzugehen. Dabei geht es gar nicht um ein angstfreies Leben, denn wie oben bereits erwähnt, hat Angst seine Berechtigung und die Aufgabe uns vor Gefahren zu schützen.

Angst kann allerdings auch zur Last werden, immer dann, wenn sie dein Leben bestimmt und du z.B. bestimmte Dinge, Situationen meidest, die dir Angst machen. Sogenannte Vermeidungsstrategien, aus denen sich leicht ein Strudel, ein sogenannter Zog entwickeln kann, der deinen Radius erheblich verkleinern und dir Lebensqualität rauben kann.

Was kannst du also tun, um angemessen mit deiner Angst umzugehen?

Tipp 1:

Der Angst Raum geben

Was, wie bitte? Der Angst Raum geben? Was soll das denn bitte, fragst du dich jetzt vielleicht?! Ich kann dich nur ermutigen weiterzulesen, auch wenn es erstmal beängstigend klingt, ist dieser Tipp erstaunlich effektiv.

Der Sinn und Zweck dieser Übung ist es, der Angst Raum zu geben und sie nicht wegzudrücken. Wenn du dir vorstellst, deine Angst wäre ein Ball, den du versuchst unter Wasser zu drücken, kannst du dir sicherlich vorstellen, wieviel Kraft das kostet und dass das auf Dauer nicht funktioniert. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da ist der Druck so groß und die Kraft aufgebraucht, dass der Ball mit Volldampf aus dem Wasser schießt.

Sinnvoller und kontrollierter ist es daher, den Ball ab und zu mal loszulassen und ihm Raum zu geben und gleichzeitig Kraft zu tanken. Denn wie du dir anhand des Beispiels vorstellen kannst, kostet es sehr, sehr viel Kraft deine Angst zu unterdrücken. Sie zuzulassen und ihr zuzuhören hingegen, kann sehr befreiend sein und den Druck verringern.

Such dir dafür ein ruhiges Plätzchen, wenn du magst, kannst du dafür (d) eine Meditationshaltung einnehmen. Nimm ein paar tiefe Atemzüge, um erst einmal bei dir anzukommen.

Nun stell dir eine Situation vor, die dir Angst bereitet. Gerne in allen Facetten mit allen weiteren Gefühlen die sich dazu gesellen. Wo kannst du deine Angst spüren? Wo und wie macht sie sich in deinem Körper bemerkbar?

Der nächste Schritt wäre deine Angst zu fragen was sie dir sagen möchte. Wovor möchte sie dich  (be)schützen?

Lass alle Antworten zu, ohne direkt eine Gegenantwort darauf zu geben. Deine Angst hat „Meinungsfreiheit“ und darf alles sagen, was sie zu sagen hat. Manchmal bekommt man nicht sofort eine Antwort, dann ist das auch okay. Übung macht ja bekanntlich Meister.

Anschließend nimm wieder ein paar tiefe Atemzüge und lass damit alle Anspannung gehen.

 

Tipp 2

Angst, dein Freund und Helfer

Aus dem obigen Tipp ergibt sich der 2. Tipp, nämlich deine Angst nicht mehr als Feind zu betrachten, sondern als guten Freund, der dir helfen und dich beschützen möchte. Wenn die Angst sich zeigt, dann begrüße sie, wie einen guten Freund und frage sie was sie dir sagen möchte (wo wir wieder bei Tipp 1 wären).

Bau dir dafür immer mal wieder Zeit in deinen Alltag ein und lass den Ball auftauchen, zu einer Zeit wo du es möchtest und nicht zu Zeiten, die deine Angst dir vorschreibt.

Tipp 3

Annehmen was ist

Manchmal kommt die Angst plötzlich und unerwartet und kann einen regelrecht überrollen. Auch wenn du nicht begeistert davon bist und dich vielleicht sogar dafür schämst, ist es energiesparender die Angst anzunehmen und ihr die Hand zu reichen, anstatt den Ball mit aller Macht unter Wasser zu drücken. Lade sie ein mit dir eine kurze Atemübung zu praktizieren.

Eine Minute reicht oft schon aus und die haben wir meistens übrig, auch vor wichtigen Terminen. Das Einzige was du dafür tun musst, ist deinen Fokus auf deinen Atem zu lenken und diesen zu beobachten, ohne etwas verändern zu wollen. Ein und ausatmen, eine Minute der Beobachtung und des Geschehen Lassens.

Oft reicht das schon aus, um ruhiger zu werden. Probier´s mal aus.

Wenn gar nichts hilft, dann kommt hier noch ein Zusatztipp.
Auch, wenn dir nicht zum Lachen zumute ist, beginne zu lächeln, ziehe dabei die Mundwinkel soweit nach oben wie möglich und halte sie für eine Minute oben. Das signalisiert deinem Gehirn, das alles in Ordnung ist und verschafft dir gleichzeitig gute Laune.

Ich wünsche dir Mut die Tipps auszuprobieren. Du hast es bestimmt schonmal gehört, um mutig zu sein, braucht es Angst. Ohne Angst kein Mut.

Also dann mal los…

 

Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht….

(Marie Curie)

 

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Ich freue mich auf dich:-).

Kennst du das? Du hast dir vorgenommen auf Süßes zu verzichten und erwischt dich dann doch wieder dabei einen Schokoriegel zu verdrücken.
Du wolltest eigentlich den Schrank ausmisten und schaust stattdessen die spannende Serie auf Netflix. Beispiele gibt es viele und doch ist der Mechanismus im Gehirn immer derselbe.

Wir ziehen das kurzfristige Glücksgefühl dem langfristen Erfolg vor, wobei der Begriff Erfolg für jeden etwas anderes bedeutet. Ob das jetzt richtig oder falsch ist, das kurzfristige Glück der langfristigen Zufriedenheit vorzuziehen, sei dahingestellt und liegt im Auge des Betrachters. Wenn du dich aber darüber ärgerst und es deine langfristige Zufriedenheit beeinflusst, ist es an der Zeit etwas zu verändern und nach Möglichkeiten zu suchen, die dir dabei helfen deine Willensstärke zu trainieren.

Die Willensstärke ist nämlich wie ein Muskel und kann durch regelmäßiges Training gestärkt werden. Nachfolgend findest du 3 Tipps zur Steigerung deiner Willenskraft:

1. Eliminiere alle Versuchungen. Wenn du z.B. auf Süßes verzichten möchtest, dann kaufe keine Süßigkeiten mehr ein und verschenke alles was du noch zuhause oder bei der Arbeit hast. Warum? Jedes Mal, wenn du der Versuchung widerstehen musst,  verbrauchst du Willenskraft, die vielleicht bei der nächsten Öffnung des Kühlschrankes aufgebraucht ist und ehe du dich versiehst, steckt das Stück Torte in deinem Mund.

2. Ernähre dich gesund. Was hat die Ernährung mit deiner Willenskraft zu tun? In zahlreichen Studien wurde herausgefunden, dass gesunde Ernährung direkten Einfluss auf unsere Motivation, unsere Leistung und unsere Selbstkontrolle hat. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Wenn ich mich längere Zeit ungesund ernähre, sinkt meine Laune und ich bin antrieblos. Sobald ich wieder auf eine gesunde Ernährung achte, fühle ich mich fitter, kreativer und meine Laune ist viel besser. Ich verspüre Tatendrang und alles geht plötzlich viel leichter.

3. Kenne dein Warum. Dein Warum zu kennen, ist einer der wichtigsten Aspekte in der Persönlichkeitsentwicklung. Das nachfolgende Beispiel finde ich sehr einleuchtend und eindrücklich: Wenn du dir vorgenommen hast mit dem Zug zu fahren und du stehst bereits am Bahnhof, weißt aber nicht wohin du willst (kennst dein Ziel nicht), wird es schwierig eine Fahrkarte zu kaufen. Du weißt nicht in welchen Zug du einsteigen sollst, wie lange du unterwegs bist und wieviel es kosten wird. Woher willst du deine Willenskraft nehmen, wenn du nicht weißt warum du etwas tun willst?

Wenn du dein Warum kennst, stellt dir dein Körper alle notwendige Willenskraft zur Verfügung. Deine Intuition kann dir dabei helfen, dein Warum zu finden. Wichtig ist dir dein Warum schriftlich zu fixieren. Allzu leicht kommen wir in Situationen, in denen es wir ausblenden oder plötzlich denken es nicht mehr zu kennen. Ein Erinnerung in Schriftform genügt dann meist, um deine Willenskraft wieder zu aktivieren.

 

Wenn du deine Intuition stärken und dein Warum finden möchtest, kann dir Achtsamkeit eine große Hilfe sein.

Jahrelang kannte ich mein Warum nicht, aber als es mir endlich klar wurde, war ich überrascht, wieviel Energie ich plötzlich zur Verfügung hatte und wie viele Situationen es gab, in denen ich über mich hinaus gewachsen bin. Ich wünsche dir diese positiven Erfahrungen von ganzem Herzen, denn diese Erfahrungen sind unbezahlbar und lebensverändernd.

Nachfolgend erhältst du jeweils einen Film- und Podcast Tipp, der Menschen zeigt, die Unvorstellbares geleistet haben, weil sie ihr Ziel und ihr damit verbundenes Warum kannten. Diese beiden Geschichten haben mich persönlich sehr berührt.

Film-und Podcast-Tipp zum Thema Willenskraft:

Film-Tipp:

Mein Blind Date mit dem Leben 
Drama/Komödie von 2017 (Deutschland)

Nach erfolgreich bestandenem Abitur stürzt sich der junge Saliya Kahawatte voller Eifer ins Berufsleben und folgt seinem Traumberuf, trotz seiner Sehblindheit, die er lange Zeit geheim halten kann. Doch als sich Saliya verliebt, wird es immer schwieriger seine Sehblindheit zu verheimlichen….

Podcast-Tipp:

180 Grad mit Lukas Klaschinski- Audible Original (Ich höre es über Spotify)

Folge 20 – Andreas Proeve:
Lebt als querschnittsgelähmter Mensch seinen Traum als Reisejournalist. Andreas Proeve wächst beschaulich in einem kleinen Dorf in Niedersachsen auf. Nachdem er seine Tischlerlehre beendet, macht er eine Indienreise, die sein Leben verändert. Noch weiß er nicht, dass ein paar Wochen später eine viel größere Veränderung in sein Leben treten wird, nämlich die Diagnose Querschnittslähmung. In dieser Folge erzählt er uns, wie er es trotzdem geschafft hat, seinen Traum als Reisejournalist zu leben.

Möchtest du dein Warum finden? Gerne vereinbare ein Coaching mit mir. Schreib einfach eine kurze Mail an info@harz-happiness.de .

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05.02.2021 – 20.14 Uhr

Man achte auf das Datum und die Uhrzeit und vergleiche es mit dem letzten Blogbeitrag.

Ich versuche mein Konto wieder zu deaktivieren. Insta zeigt mir an : Du kannst dein Konto nur einmal die Woche deaktivieren. Bitte versuche es in einigen Tagen nochmal.

Echt jetzt? Es sind doch schon eineinhalb Wochen vergangen oder spinne ich jetzt? Naja eine oder eineinhalb Wochen spielt ja eigentlich keine Rolle. Es zeigt das Ausmaß allen Übels. Ich frage mich was schlimmer ist, dass ich so zerrissen bin oder Instagram darüber bestimmen kann, wie oft ich etwas mit MEINEM Account mache. Naja, wenn ich ehrlich bin, entscheidet Insta ja eh schon über meine Zeit und meinen Willen.
Benjamin Stuckhard Barre sagt in einem Podcast zu seinem Instagram-Konsum: Ich fühlte mich zeitweise mit meinen 8/9 Stunden täglich wie ein Mitarbeiter von Insta. Ich musste lachen, obwohl es eigentlich nicht zum Lachen ist….

Soweit war ich zum Glück noch lange nicht, aber wer weiß wie es sich entwickelt, wenn ich wieder richtig durchstarte.

Ich bin sauer auf Insta, weil die darüber bestimmen, wann ich mein Konto deaktiviere. Ich überlege es gleich ganz zu löschen, aus Trotz, so mit Aufstampfen auf den Boden und so. Aber ich kann nicht, verrückt oder? Das bringe ich noch nicht übers Herz. Jetzt müsste ich eigentlich so einen Test machen: Wie abhängig  sind sie von Sozialen Medien? Bei Fünf Antworten mit ja, empfehlen wir umgehend ihren Arzt aufzusuchen. Ja, ja, ja.

Dabei frage ich mich gerade, wie sozial diese Medien eigentlich sind, wenn ich mich nicht mal innerhalb einer Woche (laut Insta wohlgemerkt) umentscheiden darf ? Oder bin ich unsozial oder sagt man asozial (das Wort ist so derbe), weil ich mich aus dem Social Media Leben zurückziehen möchte? Oder zu schwach, weil ich es offensichtlich nicht schaffe ?

Sie machen es einem auch nicht ganz so leicht das Konto zu deaktivieren und appellieren an unsere Bequemlichkeit, die aus meiner Sicht die größte Hürde bei allem darstellt oder hast du schonmal auf Seite 2 oder 3 bei Google oder einer anderen Suchmaschine geklickt, um etwas zu suchen? Wenn ja in Ausnahmefällen oder regelmäßig? Das ist kein Test, ich will nur wissen, ob es da draußen noch mehr Menschen gibt, die so bequem sind und sich den Informationsfluss von Google und Co lenken lassen?

Ich persönlich glaube ja, dass Amazon von unserer Bequemlichkeit lebt. In den Warenkorb, klick, klick , ding dong, ihr Paket ist da. Puh nochmal rechtzeitig zum Geburtstag geschafft :-). Nachfolgend kommt der Prozess, den ich durchlaufen habe, als ich das Konto deaktivieren wollte:

  1. Hürde, Deaktivierung ist nur am PC möglich (da muss die Willenskraft schon groß sein, extra den PC anzuschmeißen, wo man doch sonst alles mit dem Handy macht und auch nur über die Insta APP posten kann, merkwürdig dieser Wiederspruch;-))
  2. Passwort (Hürde besteht eher im Merken meines Passwortes, deshalb vielleicht eher mein Problem)
  3. Grund auswählen. Warum? Ja Marktforschung, ich weiß. Es gibt übrigens keinen Punkt im Auswahlmenü: ich bin süchtig und brauche einen Entzug- da steht sowas von ich brauche eine Pause (wo man hinter vorgehaltener Hand sagt, weil ich süchtig bin) ). Wählt man einen anderen Grund, als oben genannten, aus, bekommt man jeweils einen Vorschlag von Insta,  was man statt der Deaktivierung tun könnte – den vorgeschlagenen Punkt muss man dann wiederum erst wegklicken, wenn man den Vorschlag nicht annehmen möchte)
  4. Dann nochmal Passwort wiederholen
  5. Nun denkst du, du hast es endlich geschafft und dann kommt die alles entscheidende Frage: Bist Du sicher bist, dass Du dein Konto deaktivieren möchtest, obwohl die Formulierung irgendwie anders war, so in etwa: Dir ist klar, dass Du gerade Dein Konto deaktivierst? Also hier zweifelt Insta doch an meinen geistigen Fähigkeiten oder?
    Die Frage am Anfang würde ja noch Sinn machen, aber spätestens, wenn ich mein Passwort nochmal eingeben muss, frage ich mich doch was mache ich hier eigentlich (wenn ich bis hierhin durchgehalten habe und nicht schon gesagt habe, mach ich später, dauert mir gerade zu lang, dann könnte es hier nochmal kritisch werden, wenn ich wackelig in meiner Entscheidung bin)

Ach übrigens, heute kam die “Psychologie Heute “Zeitschrift mit einem Thema: Abhängigkeit- Warum Social Media uns nicht loslassen.

Ironie des Schicksals

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Entscheidungen treffen ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem wenn es Entscheidungen sind, die großen Einfluss auf unser weiteres Leben haben, z.B. das Thema Kinder kriegen. Wie dir ein einfacher Trick helfen kann leichter Entscheidungen zu treffen, erfährst du im nachfolgenden Blog.

Das beruhigende beim Thema Entscheidungen ist erst einmal, dass die meisten Entscheidungen, die wir treffen, später auch wieder revidiert werden können, wenn sie nicht zielführend waren. Sie haben keine lebensbedrohlichen Auswirkungen auf uns. Diese Erkenntnis selbst kann schon sehr entlastend wirken.

Ob es dir leicht fällt Entscheidungen zu treffen oder ob du eher dazu neigst, tagelang vor dem Treffen darüber zu grübeln, ist zu einem Teil durch unsere Persönlichkeit und zum anderen Teil durch das Erlernen in unserem Umfeld bestimmt. Natürlich spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle. z.B. wie schwerwiegend eine Entscheidung ist, welche Konsequenzen daraus folgen können und auch wie es um deine Tagesform bestellt ist.

Wir können das Treffen von Entscheidungen aber trainieren und sind den Gegebenheiten nicht hilflos ausgeliefert. Unser Bauchgefühl kann ein guter Wegweiser für unsere Entscheidungen sein. Umso ausgeprägter deine Verbindung zu deinem Bauchgefühl ist, desto leichter werden dir Entscheidungen fallen und umso besser werden sie sich anfühlen. Eine zweite Sache spielt dabei allerdings auch eine Rolle. Das Vertrauen in dein Bauchgefühl, denn wenn du es zwar gut wahrnehmen kannst, aber nicht darauf hörst, wie soll es dir dann behilflich?

Jemand hat mir mal gesagt: kleine Entscheidungen trifft man mit dem Verstand, große Entscheidungen mit dem Bauch. Ich selbst kann das so unterschreiben. Immer wenn ich mich bei großen Entscheidungen gegen mein Bauchgefühl entschieden habe, dann kam am Ende nichts Gutes dabei heraus. Seitdem ich meinen Bauch bei wichtigen Entscheidungen befrage und auf ihn höre, fühlt sich mein Leben soviel leichter an. Es beruhigt mich zu wissen, dass ich so einen inneren Kompass immer in mir trage.

Aber natürlich habe ich auch Tage, an denen ich mein Bauchgefühl nicht so stark wahrnehme oder Zweifel an meiner Interpretationsfähigkeit habe. An diesen Tagen verwende ich ein simples Hilfsmittel. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ich um kleine Entscheidungen oder wichtige und große Entscheidungen handelt. Meist sind es sogar die großen Entscheidungen, die Hilfsmittel erfordern, weil sie uns Angst einjagen und Angst unser Urteilsvermögen trübt. Nicht umsonst heißt es “Angst ist ein schlechter Ratgeber”.

Welcher Tipp ist es also, der mir in solchen Situationen hilft?

Ich werfe eine Geldmünze und lege vorher fest, für welche Entscheidungen der Kopf der Münze steht und welche die Zahl symbolisiert. Simples Beispiel und ein gutes Training für dein Bauchgefühl:

Du kannst dich nicht entscheiden, ob du den Zug oder das Auto nehmen sollst. Dann legst du fest, dass z.B. der Kopf der Münze für die Entscheidung des Autos steht und die Zahl für die Entscheidung des Zugs. Jetzt wirfst du die Münze in die Luft und fängst sie auf. Als nächstes schaust du welches Bild sich dir auf der Münze zeigt, also welche Entscheidung die Münze für dich getroffen hat und beobachtest dein erstes Gefühl oder deine erste Körperreaktion dazu, z.B. Freude oder ein körperliches Anzeichen, wie z.B. ein Magenziehen, dass dir vermutlich sagen will, oh nein das will ich eigentlich nicht. Jetzt weißt du, wie du dich entscheiden darfst.

Natürlich ist es für einige Entscheidungen auch notwendig Informationen einzuholen. Z.B. bei einem Auto- oder Hauskauf ist es wichtig bestimmte Rahmenbedingungen zu kennen und auch genau zu prüfen, aber letztendlich solltest du dich mit deiner Entscheidung wohlfühlen. Was nützt es, ein Haus zu kaufen, dass den von dir festgelegten Rahmenbedingungen entspricht, indem du dich aber trotzdem nicht wohlfühlst.

Wann solltest du deine Entscheidung lieber aufschieben?

Wenn du dich in einem emotionalen Ausnahmezustand befindest und die Möglichkeit hast mit der Entscheidung noch zu warten. Manchmal reicht es schon, wenn du eine Nacht darüber schläfst. Die Erfahrung hast du bestimmt selbst schonmal gemacht.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Trainieren deines Bauchgefühls und wünsche dir Mut zu deinem Bauchgefühl zu stehen.

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Ich freue mich auf dich:-).

05.02.2021 – 14.33 Uhr

Was war passiert?

Vorgeschichte: Ich höre einen Podcast, indem unter anderem die Frage auftaucht : Wie kontrollierst du deinen Instagram- Konsum? Der Gast antwortet:” Indem ich nicht jeden Tag auf meinen Account schaue.” “Du deaktivierst nicht dein Konto?” fragt der Moderator? “Nein” lautet die Antwort des Gastes.

Häh? Wie soll das denn gehen, frage ich mich? Kurz gefolgt von “was der kann, kann ich schon lange. ”

Jetzt passiert folgendes und nun begreife ich, wovon die Menschen sprechen,  wenn sie sagen Digital Detox ist wie ein Nikotinentzug. Was mich vorher gar nicht an den Nikotinentzug erinnert, kommt jetzt in geballter Ladung.

Ich aktiviere also mein Konto oder will es aktivieren, dazu bedarf es ein paar Umwege, auf denen ich bereits nervös werde. Ein gewisser Druck und ein Gefühl der Reue ereilt mich (Parallele zum Nikotinentzug): Die selben Gefühle, wenn ich mir nach einem missglückten Entzug wieder eine Zigarette anstecke.

Facebook zeigt mir an (meine Konten bei Instagram und Facebook sind verknüpft): In 17 Tagen wird Ihr Account unwiderruflich gelöscht!!!

Eine gewisse Panik steigt in mir auf und so vergesslich wie ich bin, habe ich natürlich jetzt eine Begründung gefunden, die Konten auf jeden Fall gleich wieder zu aktivieren, bevor ich es nämlich vergesse. Ich aktiviere also Schritt für Schritt meine Konten und hoffe, dass ich mein Passwort für die Konten nicht vergessen habe. Im Kopf gehe ich mal durch, wie ich an mein Passwort komme, falls dieser Fall eintreffen sollte (Parallele zur Nikotinsucht: Welchen Automaten steuere ich an, wenn der erste Zigarettenautomat mein Geld nicht annimmt).

Nun sind meine Konten aktiviert und prompt finde ich meine zweite Begründung für die Aktivierung: Meine Neugier. Wie viele Follower sind geblieben? 329, soviel wie vorher, kann das sein oder will mir Instagram nur ein gutes Gefühl bereiten, um zu bleiben? Werde ich jetzt auch noch paranoid? Ich gehe auf aktualisieren: 329. Mmh, vielleicht können mich Follower während meiner Deaktivierungsphase nicht verlassen? Keine Ahnung. Alleine schon diese Gedanken sind irgendwie beängstigend.

Nach dem Aktivieren meiner Konten bin ich für kurze Zeit beruhigt, aber nach ein paar Minuten kehrt dieses Druckgefühl, welches ich vor dem Digital Detox hatte, zurück.

Okay entweder waren 1,5 Wochen zu kurz (jetzt muss ich selber lachen oder doch eher weinen?) oder ich muss mir eingestehen, Instagram süchtig zu sein? Alle Anzeichen sind ja da: nach Ausreden suchen, es mir nicht eingestehen wollen, mich schlecht fühlen und es trotzdem machen, den Drang es immer wieder tun zu müssen. Und nun?

Ich versuche mir einzureden, dass ich ab sofort meinen Konsum kontrolliere (auch so ein Anzeichen, Parallele zur Nikotinsucht: Ab heute rauche ich nur noch 2 Zigaretten. Länger als zwei Tage hat das allerdings nie geklappt).

1. Versuch gelungen. Anstatt alle Beiträge durchzusehen, die ich verpasst haben könnte, schließe ich die App schnell wieder, aber fühle mich irgendwie so mies wie vor dem Digital Detox, denn ich habe das Bedürfnis doch nochmal kurz zu schauen (Parallele zur Nikotinsucht : Sich nach der ersten Zigarette gleich die zweite anzustecken) .

Mein Ziel der Intragram-Nutzung:  Die Vorteile nutzen, die Nachteile minimieren.

Ich brauche eine Strategie!!! Nach dem dritten Aufruf von Instagram treffe ich eine Entscheidung. Was noch ein paar Stunden später an diesem Tag passiert, erfährst Du im nächsten Blogbeitrag…..

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Ich freue mich auf dich:-).

Die erste Woche des Digital Detox ist vorbei und ich echt überrascht, dass es bisher so einfach war. Ich hatte vorher schon ein wenig zu dem Thema Digital Detox gelesen und einige, die es bereits hinter sich hatten, verglichen es mit einem Nikotin-Entzug.

Den kenne ich gut,  den Nikotin-Entzug. Nicht nur einmal und die ersten Wochen waren echt hart für mich, meine Gedanken drehten sich kaum um etwas anderes, ich fühlte mich leer und niedergeschlagen. Schlussendlich war es die Mühe aber wert. Für mich hat es sich gelohnt durchzuhalten.

Vielleicht kennst du diese Gefühle ja von dir selbst, von etwas anderem, Schokolade, Chips, Kaffee usw. ? Was so Süchte mit uns anstellen können…

Digital Detox ist für mich aber irgendwie anders, nicht wie mein Nikotin-Entzug. Ich fühle mich nicht leer und niedergeschlagen, sondern immer noch erleichtert und das Druckgefühl ist nach wie vor verschwunden. Es fühlt sich gut an und ich bin dankbar dafür.

Nur ab und zu kommen Gedanken wie  “ich könnte etwas verpassen” oder “folgt mir dann noch jemand, wenn ich meine Accounts wieder aktiviere? Und was wäre wenn nicht? Aber ich komme meistens zu dem Schluss, dass ich das Gefühl, welches ich jetzt habe, nicht eintauschen möchte gegen “was wäre wenn Gedanken”.

Ab und zu denke ich auch an die Zukunft. Möchte ich es wieder aktivieren? Und wenn ja wie finde ich dann einen gesunden Umgang, der das Positive von Social Media betont und die negativen Gefühle, die damit in Zusammenhang stehen, gar nicht erst entstehen lässt?

Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit. Ich genieße es erstmal so wie es ist…..

 

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Digital Detox

Ich habe beschlossen einen Monat auf die Social Media Kanäle “Facebook & Instagram zu verzichten. Der Grund ist, dass ich genervt war ständig dort vorbeizuschauen und es mir zu einer zeitraubenden Gewohnheit habe werden lassen. Das wäre ja auch kein Problem gewesen, wenn ich dadurch Spaß und Freude gehabt hätte, leider war eher das Gegenteil der Fall.

Ich war hinterher eher unzufrieden und spürte so ein diffuses Druckgefühl. Immer das Gefühl im Nacken noch einen “Post” absetzen zu müssen, weil man das eben so macht als Unternehmerin, um in den Köpfen der Menschen zu bleiben oder Menschen auf das Unternehmen aufmerksam zu machen.

Unbewusst habe ich angefangen mich zu vergleichen und ständig geschaut wie ich neue Follower gewinnen kann. Ich habe Videos dazu angesehen, Erfahrungsberichte gelesen und viel Zeit damit verbracht einen halbwegs anständigen Post zu fabrizieren, aber irgendwie hat es sich nicht richtig für mich angefühlt.

Und dann fing ich an zu überlegen was überhaupt das Positive an Social Media für mich ist und fragte mich, ob das Konzept eigentlich zu mir passt.  Das Ergebnis meiner Überlegungen: Mir fällt gerade nichts Positives ein und momentan passt es nicht zu mir, deshalb habe ich meine Accounts für 30 Tage deaktiviert, um mal zu spüren, wie es mir damit geht.

Ein paar Tage sind seitdem vergangen und ich kann sagen, das Druckgefühl ist verschwunden und damit auch das Gefühl der Getriebenheit. Direkt nach der Deaktivierung empfand ich eine lang nicht da gewesene Leichtigkeit, die bis heute anhält.
Na klar habe ich die Gewohnheit “den Griff zum Handy” nicht sofort abgelegt und muss jedes Mal grinsen, wenn ich meinen Automatismus bemerke.

Das kenne ich bereits von anderen Änderung, z.B. als wir den Inhalt unserer Schränke umgeräumt haben. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis ich gleich beim ersten Griff den richtigen Schrank erwischt habe.

Warum schreibe ich das überhaupt? Erstens damit du dich nicht wunderst, warum du mich dort zur Zeit nicht findest und zweitens als kleine Anregung. Manchmal sind es nur kleine Veränderung, die eine große Wirkung erzielen können.

Welcher Bereich löst bei dir unangenehme Gefühle aus? Und welche kleinen Änderungen könntest du selbst vornehmen, damit du dich besser fühlst?
Manchmal lautet die Devise: Einfach machen, nach dem Motto Versuch macht klug.

 

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