(Corona-) Winter-Blues und was dagegen helfen könnte


(Corona-) Winter -Blues und was dagegen helfen könnte

Seit Wochen, ach was sage ich, seit Monaten höre ich nichts anderes mehr als Corona, steigende Zahlen, Todesfälle, Maßnahmen, Krise, Pandemie. Zeitweise bin ich ziemlich erschöpft davon und frage mich wie lange das noch so gehen mag. Um mich herum auch ziemlich viele genervte Menschen, die erschöpft wirken. Corona rückt in meinem Leben zudem immer näher, es betrifft mittlerweile auch Menschen, die ich persönlich kenne oder Familie, Freunde, Bekannte von Menschen, die in meinem Umkreis sind. Manchmal macht mir das Angst.

Die dunkle Jahreszeit tut ihr übriges. Ich hatte vor zehn Jahren eine schwere Depression und der Winter-Blues ist nicht einfach nur ein Wort für mich, welches ich in der Zeitung lese oder im Radio höre. Ich habe den Winter-Blues persönlich kennen gelernt und das Wort Winter -Blues klingt ja fast romantisch, irgendwie schön, aber es war alles andere als romantisch und schön. Deshalb achte ich jetzt genau auf mögliche Anzeichen, um frühzeitig dagegen zu steuern.

Ich möchte mich nicht mehr hilflos ausgeliefert fühlen und habe nach dieser schweren Zeit angefangen mein Leben, meine Gewohnheiten physischer und psychischer Natur zu reflektieren und zu analysieren, um zu erkennen, welche Gefahren für mich in meinen alten Gewohnheiten stecken.

Das klingt jetzt alles ziemlich düster, aber der Grund warum ich das schreibe ist mit dir eine der Strategien zu teilen, die ich anwende, um mich vor dem (Corona-)Winter-Blues zu schützen, in der Hoffnung, dass es auch für dich eine Hilfe sein kann.

Mein erster Schritt, wenn es mir nicht gut geht, ist mir folgende Fragen zu stellen: Was habe ich gegessen? Wie habe ich geschlafen? Wann habe ich mich zuletzt bewegt oder etwas für meinen Körper getan? Welche Gedanken begleiten mich den ganzen Tag über?

Ziemlich viele Fragen, ich weiß, aber das sind alles Fragen, die mir weiterhelfen, um herauszufinden was ich selbst für mich tun kann, damit es mir langfristig besser geht. Ich werde die nächsten Monaten auf die einzelnen Fragen mit meinen dazugehörigen persönlichen Antworten näher eingehen.

Heute möchte ich mit dem Thema Ernährung starten. Und mit der Frage was habe ich gegessen?

Die Ernährung, wie ich selbst festgestellt habe, ist aus meiner Erfahrung mit der wichtigste Grundbaustein für meine psychische Gesundheit, weil sich Änderungen der Ernährungsgewohnheiten ziemlich schnell positiv, wie auch negativ bemerkbar machen.

Gleichzeitig möchte ich dazu sagen, dass wir uns den menschlichen Körper und das was er leistet, auch wie ein Uhrwerk mit Zahnrädern vorstellen können, in dem es nur reibungslos läuft, wenn sich alle Rädchen drehen und richtig ineinandergreifen. Noch dazu ist jeder Mensch anders, jeder einzelne ist einzigartig. Du bist einzigartig und wertvoll. Das mach dir bitte stets bewusst, Pauschalaussagen also immer auch mal hinterfragen, in der Form, trifft das auch auf mich zu?

Wenn du merkst, dass deine Laune sinkt und du nicht so richtig weißt, woran es liegen könnte, dann frag dich mal, was du in letzter Zeit so gegessen hast. Selbst, wenn es einen offensichtlichen anderen Auslöser für deinen Gemütszustand gibt, kann schlechte Ernährung die Gefühle noch verstärken. Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall dort mal genauer hinzuschauen.

In der Vorweihnachtszeit ist es ja eher schwierig mit der gesunden Ernährung. Überall die schokoladigen und weihnachtlichen Verlockungen.

Wenn ich z.B. viel Zucker gegessen habe, kann ich die Uhr danach stellen, dass mein Uhrwerk aus dem Takt gerät. Nach einem kurzen Hoch folgt ein längeres Tief. Also versuche ich es zu vermeiden übermäßig viel Süßes zu essen. Mein bester Schutz vor der Gefühlsachterbahn ist allerdings am besten gar keine industriellen Süßigkeiten zu essen, weil es für mich mehr Nachteile als Vorteile bringt. Das ist natürlich leichter gesagt, als getan und deswegen finde ich es auch sinnvoll, gesündere Alternativen zu den industriell erzeugten Süßigkeiten zu haben, als komplett auf Süßes zu verzichten. Dein Darm wird es dir  danken.

Bei der Suche habe ich eine leckere und dazu noch gesunde Alternative entdeckt, die ich gerne mit dir teilen würde.

Energy-Balls:
Das Grundrezept für ca. 10 Kugeln
150 Trockenfrüchte (z.B. Aprikosen, Feigen, Datteln)
70 g Nüsse (z.B. Cashew, Erdnüsse oder Mandeln)
Nach Geschmack 1 TL Chiasamen, 1 TL dunkler Kakao

Zubereitung:

Die Grundzutaten für einige Minuten in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und solange mixen, bis alles gut vermischt ist. Die Masse anschließend zu kleinen Bällchen formen und je nach Geschmack in Kokosraspeln oder Sesamsamen wälzen, 30 Minuten kühlen, fertig.

Übrigens auch ein tolles Geschenk, diese Energy-Balls. Schön verpackt in einer Papiertüte mit einem netten Stempel oder Anhänger, so ist es gleich auch noch in der nachhaltigen Variante gestaltet.

Zusammenfassend kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Schlechtes Essen, schlechte Verdauung = schlechte Laune.

Du bist was du isst, da ist wirklich etwas dran.

Du fragst dich jetzt vielleicht, wie du dich am besten ernähren sollst? Bei den vielen Angeboten, die es auf dem Markt so gibt. Da jeder Mensch anders ist, ist es eben schwierig mit Pauschalempfehlungen bezüglich des Essens. Ein Buchtipp mag ich geben, der mir persönlich einen Überblick im Ernährungs-Empfehlungsdschungel gegeben hat: Der Ernährungs- Kompass von Bast Kass (unbezahlte Werbung). Der Autor beruft sich in seinem Buch auf sämtliche wissenschaftliche Studien zum Thema Ernährung, die er gesammelt und ausgewertet hat und gibt am Ende des Buches einen übersichtlichen Überblick .

Ich beherzige mittlerweile folgenden Rat bei all den Empfehlungen, die es so gibt:  Mein Körper ist mein Wegweiser, er signalisiert mir sehr genau was ich brauche und was nicht.
Hier komme ich nochmal auf das Thema „Achtsamkeit“ zu sprechen, dass ich auch in diesem Zusammenhang sehr wichtig und hilfreich finde. Achtsamkeit hilft Dir Deinen Körper besser wahrzunehmen und Deine Bedürfnisse zu spüren.

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Abschließend kann ich sagen, eine Krise ist auch immer eine Chance der Veränderung und des Wachstums. Im Nachhinein habe ich erkannt, dass meine persönliche Krise das Beste war, was mir passieren konnte. Es war der Grundstein für meine Veränderung und mein persönliches Wachstum. Deswegen sehe ich auch in der Corona Krise die Chance auf positive, nachhaltige Veränderung und Wachstum, aber nicht Wirtschaftswachstum, sondern Herzenswachstum, in der Form, dass wir uns wieder darauf besinnen was wirklich wichtig im Leben ist.

Ich wünsche dir eine besinnliche, ruhige Vorweihnachts- und Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr, sowie einen sanften und stressfreien Start im Jahr 2021.

Bleib gesund und fühl dich umarmt.

Deine Jasmin